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Radtourenbericht vom Samstag den 30. September 2000 bis Mittwoch den 04. Oktober 2000. |
Eine Idee wird Wirklichkeit. |
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Einleitung
Erster Tag - Memmingen - Gilching
Zweiter Tag - Gilching - MĂĽnchen - Moosburg
Dritter Tag - Moosburg - Deggendorf
Vierter Tag - Deggendorf - Kaltes Eck - Teisnach
FĂĽnfter Tag - Teisnach - Betriebsbesichtigung - Heimfahrt mit dem Zug
Schluss |
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Teilnehmer:
Bernd
Bernhard
Marion
Rudi
Wilfried |
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EINLEITUNG |
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Ramsi wollte schon immer mal eine gemeinsame mehrtägige Radtour durchziehen. Als Ziel wurde Teisnach auserkoren. Im Zeitraum vom 30.09.2000 bis 04.10.2000 waren am meisten Kollegen verfügbar. Die
Haupturlaubszeit war vorbei. Wir waren zunächst acht Teilnehmer für diese Radtour. Desto näher der Termin rückte, um so mehr Teilnehmer hatten wichtigere Termine.
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Bernd arbeitete die Tourenvorschläge auf der Landkarte aus. Als erstes wurde der Kammeltalrad- +Donaurad- + Altmühl- +Bahnwanderweg favorisiert. Dieser stellte sich aber mit 430Km als längster heraus.
Die zweite Alternative war der Donauradwanderweg mit ca. 50Km AbkĂĽrzungen zu Vorschlag 1. Als dritte leichteste und kĂĽrzeste Alternative wurde die im folgenden beschriebene MĂĽnchener Variante Kneipp-
+Ammersee- +Isar-Radwanderwegetour gewählt. Im Plan wurden die 330Km auf vier ca. 90Km-Etappen aufgeteilt. Gut zur Grobplanung ist die Karte Bayernnetz für Radler, erhältlich beim Bahnhof. Ramsi
besorgt noch weiteres Kartenmaterial um MĂĽnchen herum. Das Internet stellt auch eine gute UnterstĂĽtzung dar. WWW.bayerninfo.de.
Rudi von R&S-München war von unserer gemeinsamen Idee so begeistert, dass er sich spontan uns anschloß. Er wollte vom R&S-Firmengelände in München startend am Ammersee zu uns stoßen. Wir vier
R&S-Memmingen starteten von Memmingerberg aus. Fünf Konstrukteure befanden sich nun auf dem Weg zur mechanischen Fertigungswerkstätte von Rohde & Schwarz in Teisnach.
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1. Tag: Samstag der 30. September 2000. |
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08:00 – 19:40 Uhr
115,35Km
neblig, sonnig – ca. 12-20°C |
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Es geht los. Über Ungerhausen – Westerheim – Attenhausen – Sontheim – Stetten – Saulengrain – Dirlewang – Altensteig – fahren wir ruhige geteerte Landstraßen bei wenig Verkehr bis nach
Bad Wörishofern. Dort kehren wir gegen 10:30 Uhr beim Café Golf ein. Zur Pause gibt’s für jeden einen Cappuccino. Mittlerweile ist die Sonne stark genug, um den Nebel zu vertreiben. Es wird auf
kurze Radlerbekleidung umgestellt. Wir erwischen den Kneipp-Wanderweg anstatt den Radweg und verhaspeln uns dadurch ein wenig. Weiter geht’s wege- bzw. schildersuchend über Stockheim – Weinhausen
– Jengen – Waal, hier ist es mittlerweile 11:30 Uhr. Weil das Wetter so gut mitmacht beschließen wir, heute ein Picknick im Freien einzunehmen. Also im Edeka Getränke und Proviant einkaufen.
Der Metzger hat leider Betriebsurlaub. Eine der zwei Bäckereien ist bis auf ein Zwiebelbrot leergekauft. Die zweite hat noch ein paar Semmeln und ein französisches Langbrot. Denn es ist heute Samstag,
die Läden auf dem Lande schließen gleich.
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In Erpfting beim Sportplatz finden wir ein schönes Jausenplätzchen. Eine sonnige Holzbank an der Umkleidehütte. Das Augustiner/Paulaner/Löwenbräu-Bier und der kalifornische Rotwein zusammen mit der
Wurst/Käse Kombination schmeckt uns allen. Wir sehen dabei drei jungen Nachwuchsspielern beim Spiel zu und Ramsi kann seinem Spielerdrang nicht widerstehen. Ich stoße mir einen Spreißel in den
Hintern, dabei bleibt ein Löchlein in meiner ¾-Radhose bestehen. Marion ist so impulsiv und wirft Bernds Getränk um. Ramsi zeigt den Jungens ein Pokemon-Spiel. Marion reicht eine Tüte Studentenfutter
herum. Weiter geht’s nach Landsberg rein. Über den pflastersteinigen Marktplatz rauf die steile Kehre. Schwifting – Unterfinning. Hier gestatten wir uns in einer günstig an der Strecke liegenden
Wirtschaft Radler, Weizen, dunkles Bier. Wir motivieren uns immer wieder mit „Teisnach ist das Ziel!“-Sprüchen.
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Ein Ehepaar vom Nachbartisch wohnt zufällig in unserem Zielort. Aufgrund des gut besuchten Oktoberfestes seien alle Übernachtungsmöglichkeiten ausgereizt. Wir sollten uns mehr nach Eresing oder St.
Ottilien orientieren. Rudi ist ja nach Kottgeisering gefahren. Nun geht das Drama mit der Suche einer Übernachtungsmöglichkeit los. Jede Wirtschaft die wir anfahren weißt uns ab. Jedes Haus ist
überbelegt. Grund: Oktoberfest. Wir fahren nun nach Geltendorf zum „Alten Wirt“. Dort soll es eigentlich was freies geben. Fehlanzeige. Wir fahren nun zum Bahnhof Geltendorf. Die Wirtin dort
ist sehr hilfsbereit. Sie telefoniert viel für uns herum. Trotzdem Fehlanzeige. Hätten wir einen Schlafsack dabei, dürften wir bei Ihr im Grillhäuschen übernachten. Daran hatten wir natürlich nicht
gedacht.
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Rudi wird von Kottgeisering hierher beordert und nun vollzählig werden die verschiedensten Vorschläge durchgesprochen. In Memmingen regnet es mittlerweile schon. Marions Freund Holger soll uns fünf
Schlafsäcke rüberfahren. Ramsis Frau Andi soll uns mit dem Vito abholen. Bernd meint, wir sollen das Gepäck in ein Schließfach geben und anderntags wieder mit der Bahn hierher zurückkommen. Ich
meine es wäre besser mit dem Radl per Eisenbahn durch München durch Richtung Freising zu fahren. Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit 16:30 Uhr und des nicht vorhandenen Quartiers wird das dann doch
nicht gemacht. Bernds Akku vom Handy muss richtig arbeiten. Gott sei Dank erreicht Ramsi seinen Freund Dusan in Gilching. Die Frage nach einer Übernachtungsmöglichkeit für fünf Personen wird
folgendermaßen beantwortet: „JA! - Zwei in der Sauna, zwei im Gästezimmer, einer im Arbeitszimmer.“ Bernd holt nur seine S-Bahn-Fahrkarte und Radkarte, danach der Rest geschlossen diese am
Fahrkartenautomaten.
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Um 18:22 Uhr geht’s mit der S-Bahn nach Fürstenfeldbruck ((3,80DM+4,50DM).). Dort wird ausgestiegen. Ein freundlicher und hilfsbereiter Jugendlicher erklärt uns den verkehrsarmen Weg von Fürst –
Bitburg – Alling nach Gilching. Es beginnt leicht zu tröpfeln. Die Beleuchtung wird eingeschaltet. Ramsi kommt diesmal nicht von der Autobahnseite nach Gilching rein. Noch mal benötigt er das Handy
um den Weg zu finden. Kurz vor 20:00 Uhr betreten wir das Haus von Dusan und Ellen. Ihre Freunde Volker mit Beate und Klaus mit Heidi kommen noch dazu und wir feiern diese Nacht zusammen ein tolles Fest.
Augustiner, italienischer Wein, Marillenschnaps feines und variantenreiches Essen bis zum Abwinken. Mit GELB- und ACTIVITY-Spiel verfliegt die Zeit.
Ein herzliches Dankeschön nochmals von uns allen an unsere Gastgeber!
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2. Tag: Sonntag der 01. Oktober 2000. |
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08:45 – 17:05 Uhr
98,29Km
bedeckt – ca. 11-17°C
Gegen 08:00 Uhr morgens stehen wir auf. Kurze Wäsche ist angesagt. Manch einen plagt leichtes Kopfweh. Ellen erklärt uns noch den Weg durch den Forstenrieder Park. Dann starten wir.
Teersträßchen von Gilching – Gauting – Buchendorf – Ab Forstenrieder Park Feldwege. Hier fährt man, wenn man mutig ist an Wildschweinen vorbei. Eines senkte den Kopf hierbei und sah uns mit den
schwarzen Augen an. Der linke VorderfuĂź machte einen Ausfallschritt und ich zog sogleich meinen Lenker nach rechts um die Flucht zu ergreifen. An einer Ăśbersichtskarte orientieren wir uns. Erst links
der Autobahn entlang, dann durch die UnterfĂĽhrung immer gerade bis GrĂĽnwald.
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Beim BrĂĽckenwirt wollen wir FrĂĽhstĂĽck machen. Dort um 10:00 Uhr angelangt. Die Bedienungsmannschaft bezieht die Tische mit Decken, anscheinend rechnen sie mit trockenem Wetter heute. Wir bestellen
jeder zwei Stück Weißwürst mit Brezn und ein Haferl Kaffee dazu. Nicht die übliche Kombination. Nach der Stärkung geht’s weiter links der Isar entlang. Anfangs begleitet uns ein junger
freilaufender Hund der sehr verspielt ist. Rudi macht deshalb Tempo. Wir lassen das Deutsche Museum, das Patentamt, den Friedensengel, die MaximiliansbrĂĽcke seitlich liegen. Durch den Englischen Garten
geht’s abwechslungsreich weiter. Beim Aumeister um 11:50 Uhr meint Rudi sollte man unbedingt einkehren. Der Einschenker ist ein brummliger Geselle. Marion bestellt zwei Radler (Halbe),), erhält zwei
RadlermaĂźen, Ramsi fackelt nicht lange rum und hilft aus der Patsche. Ich bestelle sicherheitshalber ein Spezi. Das wird nur in 0,5l-KrĂĽgen ausgeschenkt. Macht 10,50 bzw. 5,00 DM. Das Essen sieht gut
aus hier uns ist es aber nach den Weißwürsten noch zu bald. Marion öffnet eine Tüte getrocknete Bananenchips für alle. Weiter geht’s über Ismaning – Garching. Erst links der Isar, dann wieder
etwas hĂĽgeliger rechts der Isar. Unsere Konzentration gilt ganz den PfĂĽtzen auf der Strecke. Wechseln ĂĽber eine BrĂĽcke, damit wir nicht die Toagsuppn fahren mĂĽssen meint Rudi. Das ist 1,6Km
weiter und führt uns um bzw. direkt durch das Kernkraftwerkgebiet. Bei einem Foto, „Mir raucht der Kopf“ wegen dem Kühlturm, reicht Marion ungeschwefelte Aprikosen durch die Mannschaft. Sind wir
ĂĽberhaupt noch richtig?
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Uns kommt ein MTB-Fahrer entgegen. Kurz darauf höre ich schotterige Geräusche hinter mir. Mein erster Gedanke: Bernd ist mit seinem überbreiten Lenker mit dem Entgegenradler zusammengestoßen. Nein. Er
kam an Rudis Rucksack, dabei hat es ihn auf den Boden geschmissen. SchĂĽrfwunden am rechten Knie und an der Hand bleiben zurĂĽck. Bei einer kurzen Trinkflaschenpause vor Freising entdeckt Rudi zwei wilde
Apfelbäume. Die Äpfel sind fest im Biss und sauer im Geschmack. Wir nehmen noch ein paar mit von denen. Die Flecken scheinen vom Kerosin der darüber startenden Flieger zu stammen. Macht nix. Beim
Sportgelände von Freising Savoy Au kehren wir gegen 14.30 Uhr ein. Es werden belegte Baguette, Kinderschnitzel sowie Radler, Weißbier genossen. Gut gestärkt geht’s weiter. Die Wolken werden etwas
dunkler und vesprechen baldigen Regen.
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In Moosburg gegen 17:05 Uhr angekommen hat das Hotel am Bahnhof erst in einer halben Stunde auf. Wir fahren in die Altstadt. Dort erhalten wir bei dem Gasthof Hotel Huber mit Metzgerei je ein 2- und
3-Bett Zimmer mit DU/WC/TV fĂĽr 65,- bzw. 54,- DM. Heute hat dieses Haus Ruhetag. Es wird also nichts aus der Schlachtplatte. Deshalb gehen wir nach dem Duschen zum Balkanwirt in die Stadt. Mittlerweile
hat es zum Regnen angefangen. Balkanplatte, Zwiebelrostbraten, Rumpsteak und Urbi et Korbi schmecken uns allen. Zum Abschluss nehmen wir in einem italienischen Lokal Espresso, Cappuccino bzw. Eis zu uns.
Dann geht’s ins Bett. Am Morgen werden wir von quietschenden Schweinen geweckt. Der Schlachtgeruch dringt in unsere Zimmer.
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3. Tag: Montag der 02. Oktober 2000. |
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09:00 – 18:05 Uhr
82,83Km
bedeckt – ca. 10-16°C
Das FrĂĽhstĂĽcksbĂĽfett ist reichhaltig. Um 09:05 Uhr treten wir wieder in die Pedale. Zuerst verfahren wir uns auf dem Weg zur Isar. Dabei merken wir, aĂź die mittlerweile aufgeweichten Schotterwege uns
heute viel Kraft abverlangen werden. Unsere Räder werden dabei gleichmäßig versudelt. Nach 22,65 Km sind wir um 10:20 Uhr in Landshut.
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Im traditionellen bayerischen Gasthaus Zollhaus treffen wir auf eine Bedienung, die ihren Beruf nicht verfehlt hat. Es gibt für uns nur Getränke hier. Danach suchen wir eine Werkstatt für Rudis
Tretlager. Eine Autoelektrikfirma hilft erst mit einem Innensechskantschlüssel aus, schickt uns aber dann weiter zum Radhändler. Nicht mehr reparierbar. Schrott. Es soll aber nach Händlerauskunft
GeiĂźler noch gute 1000 Km so wackelig halten. Also fahren wir weiter.
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Um 13:30 Uhr bei 57,69 Km machen wir beim Café Kerscher unsere Mittagspause. Es gibt Gulaschsuppe mit Semmel. Marion besorgt sich Gummibärchen gleich um die Ecke. Rudi eilt in die Apotheke, um sich eine
Elastikbinde und Schmerzsalbe für sein linkes Knie einzukaufen. Es fühlt sich an, wie wenn jemand Reißnägel reingestreut hätte sagt Rudi. Wir fahren noch gute 20 Km bis Landau immer rechts der
Eisenbahnlinie entlang, teilweise geteert. Dort möchte Rudi mit der Bahn bis Plattling fahren, da die Schmerzen nun unerträglich werden. Wir beschließen alle zusammen gleich bis Deggendorf mit der
Bahn zu fahren ((7,80DM).). Wir erhoffen uns bessere Übernachtungschancen im größeren Ort.
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Wir benötigen noch die Radkarte nach Auskunft am Schalter. Marion liest aber im Isarradtouren-Prospekt der DB, dass das Radl umsonst mitgenommen werden darf. Also nimmt der Beamte die gelösten Karten
wieder retour. Dankeschön. 16:47 Uhr ab geht’s ab bis Plattling, dort umsteigen und wieder um 17:11 Uhr ab. Das Hotel Garni Gaim ist bis auf ein Doppelzimmer voll belegt. In der Innenstadt von
Deggendorf sind teure und wenige Übernachtungsmöglichkeiten. Wir telefonieren handysch mit der Pension Müller an der Russelbergstrecke ca. 5 Km von hier. Wir reservieren ein 1- und zwei 2-Bett Zimmer
mit DU/WC auf Etage für 35,- DM. Es sollen ca. 5 Km sein bis zur Pension. Keiner merkt sich aber die Straße und Hausnummer. Beim Getränkemarkt fragen wir also nach. Im nächsten Dorf liegt die
Pension. Auf einer Zimmerinformationstafel weist uns die Leuchtdiode die genaue Position. Gleich darauf haben wir es geschafft. Abends beginnt es wieder zu regnen. Eine Literflasche Bardolino verkĂĽrzt
uns die Zwischenzeit.
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Das Abendessen nehmen wir im nahen Dorfbistro ein. Als Entree gibt es Forellenfiletpaste auf Toast mit Dill garniert. Die italienische KĂĽche schmeckt allen. Noch ein Blutwurz dazu. Und immer wieder vom
Chef erzählt alles frisch zubereitet. Rudi zahlt am meisten heute. Wir gehen wieder in unsere Pension dort warten noch eine Flasche Bardolino und eine große Tüte Gummibärchen auf uns. Es regnet
nachtsĂĽber weiter.
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4. Tag: Dienstag der 03. Oktober 2000 |
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09:45 – 13:05 Uhr
42,73 Km
regnerisch – ca. 10-15°C
Wir frĂĽhstĂĽcken um 08:00 Uhr ausreichend im FrĂĽhstĂĽcksraum und gleichzeitigen Wohnzimmer der Gastleute. Weil es immer heftiger wird mit dem Regen warten wir bis 09:30 Uhr, dann starten wir. Rudis Knie
macht immer noch Probleme. Also steigt er in Deggendorf in die Waldbahn und fährt bis Gotteszell. Dort wollen wir ihn wieder treffen.
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Ich denke der verkehrsärmste Weg dürfte über Schloss Egg – Kalteck nach Gotteszell führen. Nur nicht die kürzere aber viel befahrene B11 entlang. Ein kurzes Stück fahren wir auf der Tour de
Baroque.
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Bei Schloss Egg macht ein vorbeifahrender aufmerksamer Autofahrer ein Bild von uns vor dem Gambrinus. Er wundert sich dass wir so nach Teisnach fahren. Nun wird es happig steil. Beim dritten 12%
Steigungsschild steht 3 Km dauernd zusätzlich dran. Marion sucht und findet Waldpilze. Um 11:45 Uhr bin ich mit Ramsi auf 760 Hm angelangt. Das waren gute 400 Hm von unten! Den Namen Kalteck hat es
berechtigt. Wir lassen noch einen handgeschriebenen Zettel beschwert mit Pilzen bei der Ăśbersichtskarte liegen, weil das Handy von Bernd nicht eingeschaltet ist. Diesen Zettel findet unsere Nachhut
leider nicht. Weiter geht’s nun schön bergab bis nach Gotteszell.
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Rudi erwartet uns schon in der Gaststube. Bernd und Marion sind mittlerweile auch schon nachgekommen. Der Regen wird immer stärker. Noch ca. 10 Km sind es bis Teisnach. Zuerst kleine feine
Teersträßchen, dann kurz bis Patersdorf auf der B11. Um 13:05 halten wir vor dem Landgasthof Fischl. Für 38,60 DM bekommen wir unsere 2- und 3-Bett Zimmer mit DU/WC/TV. Nach dem Duschen geht’s
runter in die Gaststube. Mit Ettl Bier, Sauerbraten und Käsehacksteack ist man schnell gestärkt. Ein kurzes Nickerchen. Dann hoch zur Cartbahn. Rudi ist der schnellste auf den Runden. Und Marion heißt
nun Maria. Ramsi fährt unter ferner liefen deshalb. Einige Billardrunden verkürzen die Zeit bis zum Abend.
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Bei Regen laufen wir wieder zurück zum Bummerl-Wirt. Bei Bier, strahlig, nervigen Wein und normalen und bayerisch-griechischen Salatplatten mit Putenstreifen und Brotzeittellern stärken wir uns. Sepp
der Wirt und Martina die Bedienung trinken noch einen Bärwurz mit uns. Wir rätseln alle wo diese gemeinsame Radtour am besten aufgehoben wäre. Ich denke Weiterbildung, Teamentwicklung wäre am
passenden. Ganz nebenbei, wir finanzierten das ganze selbst, nahmen Gleitzeit und Urlaub. Aber der Funfaktor stand trotz der täglichen Anstrengungen ganz oben. Die Musikbox wird später am Abend immer
lauter, denn die Wirtsmannschaft heizt sich für den Discogang vor. Wir sind durch die Tage zuvor geschwächt und gehen kurz vor 24:00 Uhr in die Betten.
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5. Tag: Mittwoch der 04. Oktober 2000 |
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12:13 – 17:24 Uhr
340 Km
bedeckt – ca. 12-16°C
Um 07:30 Uhr frĂĽhstĂĽcken wir tadellos im Hause Fischl. Wir machen uns auf zum Weg zu R&S-Teisnach. Nun beginnen wir R&S-Geschichte zu schreiben. Keine Gruppe ist mir bekannt, die jemals unsere
Radtour von Memmingen und MĂĽnchen zusammen bis Teisnach durchgefĂĽhrt haben. Die Pforte meldet uns bei Karl Stern an. Wir machen noch ein paar Bilder zusammen vor dem Eingang.
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Nach einer informativen Betriebsführung stärken wir uns mit Leberkässemmel und Kaffee in der Kantine. Die Räder werden in den Transporter gestellt, dabei schlägt sich Rudi auch noch das Schienbein
an. Wir bedanken uns für die gute Führung bei Karl. Dann fährt uns Karl kurz nach 11:00 Uhr zusammen mit den Bikes nach Gotteszell auf den Bahnhof.
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Wir nehmen am Fahrkartenautomaten einen KarnikelpaĂź (Bayernticket, 5Pers. 40,- DM) und je eine Radkarte (6,- DM), ab Mindelheim je eine Einzelkarte (nach 16:00 Uhr, 7,80 DM). Um 12:13 Uhr fahren wir in
Gotteszell ab. Steigen in Plattling, München Hbf. (hier verabschieden wir uns von unserem schmerzgeplagten Weggefährten Rudi), Buchloe noch mal um und sind um 16:24 Uhr wieder in Memmingen. Dabei
ziehen Teile unseres Weges seitlich vorbei.
Erschreckend für uns: So schnell geht’s mit der Eisenbahn!
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Schluss |
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Fahrleistungen:
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Start Uhrzeit
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Distanz [Km]
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Æ-Geschwindigkeit [Km/h]
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Max-Geschwindigkeit [Km/h]
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Sattelzeit [[Std:Min:Sek]
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Stop Uhrzeit
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Fahrbahnbelag |
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08:00
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115,35
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19,6
|
56
|
05:51:39
|
19:40
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Teer 100%
|
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08:45
|
98,29
|
20,6
|
47
|
04:46:23
|
17:05
|
Teer/Schotter60%
|
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09:00
|
82,83
|
18,0
|
32
|
04:35:07
|
18:05
|
Schotter80%/Teer
|
|
09:45
|
42,73
|
16,2
|
50
|
02:37:54
|
13:05
|
Teer 100%
|
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Summe
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339,20
|
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17:51:03
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Teilnehmer mit Equipment:
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Berichtsname
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Vorname
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Nachname
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Abteilung
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Bike
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Schaltung
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Tasche
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Bernd |
Bernd
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Weyer
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MEZ1
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Hercules
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Sachs 12Gang
|
Held-Motorrad-Taschen
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Marion |
Marion
|
Klein
|
MEZ1
|
Fuchs
|
Shimano XT
|
Asista-Packtaschen
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Ramsi |
Bernhard
|
Ramsauer
|
MEZ1
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Giant
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Shimano XT/LX
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Aldi-Packtaschen
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Rudi |
Rudi
|
Dullinger
|
2WFE1
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Centurion
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FAG/Shimano LX/STX
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R&S-Rucksack
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Willi |
Wilfried
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Eichfelder
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MEZ1
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Dawes-Epple
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Shimano Deore 18Gang
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Deuter-Packtaschen
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ResĂĽmee:
Eine Idee war der Ursprung.
Unerwartete Ereignisse forderten uns immer wieder
neue Entscheidungen fĂĽr die Zielerreichung ab.
Trotz der Anstrengungen kam das VergnĂĽgen nicht zu kurz.
Am Ende haben wir alle zusammen unser Ziel erreicht.
Wir können deshalb so eine gemeinsame Unternehmung allen weiterempfehlen |
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Copyright: Wilfried Eichfelder = www.schenie.de
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