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bamberg
  • Radtourenbericht vom 24. Juli 1996 bis 28. Juli 1996.
  • Die Oberfrankentour

  • Erster Tag - Anreise - Campground - Altenburg - Bamberg
  • Zweiter Tag - Universität - Spezialtour - Verstärkung kommt - Sandstrasse
  • Dritter Tag - Satteltour - Ebrach - Sandstrasse
  • Vierter Tag - Fränkische Schweiz - Weg der Skulpturen
  • Fünfter Tag - Bamberg - Greifenklau
  • Schluss
  •  

  • Teilnehmer:
  • Andrea,
  • Bernhard,
  • Gisela, 
  • Hans,
  • Martin,
  • Werner
  • Wilfried
  • Ich empfehle die Landkarte Radwegenetz Oberfranken Ausgabe Bamberg M 1:75000

    1. Tag 24. Juli 1996 08:30 Uhr.

     

    Abfahrt der Basislager-Teilnehmer. Werner holt mit seinem laubroschfarbenen VW-Bully den Bernhard in Aitrach ab. Danach geht es ohne weitere Zollkontrolle nach Dettingen zum Wilfried. Platz spielt keine Rolle ist riesig vorhanden. Am Morgen sind starke Gewitter heruntergebrochen, das Wetter bessert sich in Oberschwaben. Die fahrt auf der Autobahn geht ohne Komplikationen und in drei Stunden sind wir am Campingplatz in Bug bei Bamberg. Eine große Wolke entlädt sich brachial. Werner und Bernhard teilen mir mit, dass Sie keine Steckschutzbleche haben. Wir müssen wegen Siesta der Campingleitung noch 15 Minuten warten. Dann erhalten wir einen schönen Platz beim Stromkasten Nr. 5. Ein Dauercamper verteidigt den gesamten Besitz seiner Nachbarn mit. Er weist uns sorgsam in den Sicherheitsabstand von drei Metern zum nächsten und herabfallende Äste der älteren Bäume hin. Wir warten bis die Wege abtrocknen. Diese Zeit überbrücken wir mit Schlenkerla und U.

     

    Nun haben wir Mut gefasst, stellen das VauDe Space II auf, ziehen unsere Radler-Dress an und steigen auf die Bikes. Auf dem Radweg nach Bamberg rein. Vorbei am Kaiserdom. Hoch zur Altenburg. Downhill nach Wildensorg, etwas verschreckt schauen uns die Passanten beim aufquietschen der Bremsen nach. Alles gut gegangen. Durch den Michaelsberger Wald, leicht verfahren daher nach Gaustadt. Zurück nach Bamberg durch den Wald. Wir kehren ein im Spezi-Keller. Dort gibt es Rauchbier und eine kleine Brotzeit für jeden von uns. Durch die Altstadt geht es zurück zum Campground. Duschen und fein machen.

     

    Wir haben den letzten Bus verpasst. Nun ordern wir ein Taxi. Ziel die Sandstraße. Wir speisen im Katzenberg-Lokal. Ein Briefträger in Lederhosen serviert uns leckere Speisen und guten Trank. Wir ziehen ein paar Häuser weiter in den Zwetschgäbam. Dort ist es recht urig eingerichtet und die Claudia gibt uns die Aufenthalte der Studenten preis. Um eins darf man uns kein Getränk mehr geben. Wir lassen unsere Nr. 27 rufen. Zurück zum Basislager. Bei Vin de Pays klopft um vier Uhr eine Französin an die Fensterscheibe. Wir unterhalten uns nun bei geschlossenem Fenster. Die Nacht ist schnell vorbei.

     

    2. Tag 25. Juli 1996 07:30 Uhr.

     

    Es regnet leicht. Die ersten einsatzfähigen erwachen. Nach der Toilette werden die bestellten Weckla beim Latzhosenträger abgeholt. Werner kocht bodum-Kaffee, dazu gibt es Käs, Spiegeleier und Paprika mit Äpfel gemischt. Wir sind für den Tag präpariert und doch wegen dem Wetter etwas energielos. Wir entschließen uns mit dem Bus nach Bamberg reinzufahren und etwas rumzulaufen.

     

    Bei der Universität finden wir ein recht belebtes Studentencafe. Wir machen Rast bei Cappuccino & Espresso. Wir haben größeren Durst. Wir kehren gegen 14:00 Uhr in der Spezialbrauerei ein. Vor einer halben Stunde war Ende der warmen Küche. Es gibt nur noch kleine Gerichte. Das sagt uns die Bedienung nach dem sie uns ungefragt drei Rauchbiere hingestellt hat. Es hat keiner dagegen reagiert jeder hat nur nach dem Krug gelangt und getrunken. Wir bleiben bei diesem Getränk. Wir haben große Mühe, nun die Kellerin an den Tisch zum Zahlen zu bringen, sie dachte wir trinken doch noch eines bei dem Wetter.

     

    Heim mit dem Bus zu den nachfolgenden. Die Suche nach einem Kebab-Lokal erweist sich durchaus schwierig - kein brauchbares gefunden. Am Bratwörscht-Wogn kaufen Bernhard und ich uns ein Pärchen Bratwurst mit Senf. Wir begrüßen nach der Busfahrt Andrea, Gisela, Hans und Martin. Ihre Zelte stehen schon. Gemeinsam beschließen wir bei Schlenkerla und U, dass wir mit dem Bus nach Bamberg reinfahren und Essen gehen.

     

    Wir verpassen die Schranne. Laufen zurück in die Sandstraße. Wir kehren ein in der alten Hofreit. Die Geschmäcker liegen zwischen Fisch - Ente - Brotzeit. Nach diesem feinen Mahl zieht es uns wieder zur Claudia. Bis Eins. Dann Nr. 27. Ein Teil geht in die Schlafsäcke. Der Rest testet Vin de Pays. Wieder mal geht die Nacht sehr schnell vorüber. Manche sind vom Schnarchen einiger TN überrascht.

     

    3. Tag 26. Juli 1996 07:00 Uhr.

     

    Es ist neblig. Aber trocken. Die ersten sind schon wieder bereit für die Tageserlebnisse. Um 09:00 Uhr wollen wir die Steigerwald-Route fahren. Nach Dusche gleich zum Arrogantling vor. Frühstücken. Werner ist mit seinen Begleiterinnen noch beim Spezialfrühstück. Hans stellt beim Zusammenbau seines TREK fest, dass er die Sattelstütze samt Sattel daheim vergessen hat. Die Stimmung ist in die Hose gefallen. Wir entschließen uns beim Dom zu treffen. Hier können Kulturbegeisterte die Zeit überbrücken.

     

    Ich und Hans fahren den ersten Fahrrad-Händler an. So eine Sattelstütze hat er nicht. In der Zwischenzeit treffen wir Barnie ganz alleine in der Stadt. Er muss zurück zum Camp. Gisela hat ihren Geldbeutel vergessen. Beim zweiten Bikerichter fahren wir beinahe vorbei und der lebt vom Verkauf und nicht vom leihen. Der billige Sattel sitzt ganz gut. Hoch zum Dom. Wir kommen fast zeitgleich mit Bernhard an.

     

    Nun aber los. Unsere erste große Tour beginnt. Wir wollen aufgrund der Verzögerungen ca. 50-60km überwinden. Wir gehen Richtung Altenburg dann Mühlendorf - Lisberg - Ampferbach - Möchsambach - Grupfter/Ziebeleskäs + Bier 7,- inkl. selbstgebackem Brot. - Büchelberg - Mittelsteinach - Ebrach - Alter Bahnhof (Klosterkeller hatte die bessere Reklame) Ascho, Eis, Apfelstrudel entwickelt sich zum Spitzenreiter. Es stellt sich die große Frage: Straße oder Wald zurück. Gemeinsam fahren wir recht zügig die Straße. Irgendwie sind wir dann doch zusammengeblieben. Bei Mönchsambach geht wieder durch Krumbach und Gisela stellt fest, dass wir wieder den selben Weg zurück fahren. Büsche werden gesucht und gefunden. Die Suche nach dem Weg 6 stellt sich als Herausforderung dar. Wir sind irgendwie daran vorbeigefahren. Durch den Bruderwald den Waldweg nach. Bei eingleisiger Spur etwas verfahren und doch heimgefunden. Es gibt wieder U und Schlenkerla.

     

    Die Frage des Transportmittels in die Stadt erweist sich diesmal schwierig. Manche wollen ihr teures Bike nicht ohne Aufsicht in der Stadt abstellen. Andere verfügen zwar über ein Car wollen aber dann nicht fahren. Martin opfert sich und fährt rein in die Stadt. Die Gisela fährt dann zurück. Bernhard und ich fahren mit dem Bike zum Mahr. Dort treffen wir uns alle. Es gibt U, Sau und Nudeln mit Egerlingen. Um Elf wird kassiert. Die Bedienung hatte ganz schön zu laufen. Zurück ins Basislager. Manche gehen schleunigst in die Matten. Konditionsstarke geben sich noch Vin de Pays. Der Schlaf tut gut.

     

    4. Tag 27. Juli 1996 07:30 Uhr.

     

    Herrliches Wetter. Körperpflege und Frühstücken in der Kantine. Einige beschweren sich diesmal nicht geweckt worden zu sein. Um 09:00 Uhr wollen wir los. Leicht verzögert klappt es dann doch. Die Fränkische Schweiz ist unser Ziel. Einige haben wacklige Waden vor dem Teuchatzer Berg. Die gedopten freuen sich schier darüber.

     

    Im Mühlengrund finden wir eine richtige Mutter als Wirtin. Gisela kann sie überreden uns Eistichsuppe, Schnitzel mit frischem Kartoffelsalat + Getränke zu offerieren. In der Zwischenzeit kommt das Küchenpersonal vom Beerenzupfen. So gestärkt beginnen wir unsere Heimreise über Drosendorf. Die Straße der Skulpturen entlang. Kurz vor Bamberg kehren wir nochmals ein, es gibt ½ Hähnchen mit Pommes und Knoblauchwurst sauer, Bier keine Frage hier. Durch den Hauptsmoorwald Radwege und dann wieder mal durch Bamberg zurück auf den Camp-Ground. Dort gibt’s wieder mal Schlenkerla und U.

     

    Wir bereiten uns für das Abendessen vor. Können uns alle aber nicht recht einigen wie und wohin alle. Bani und Wilfried fahren mit dem Rad zur Gartenwirtschaft in Bug. Diese macht gerade zu. Also kehren wir im Buger Hof ein. Die Küche dort macht auch um 21:00 Uhr den Gashahn zu. Es ist kurz davor. Einige probieren die Häcker-Platten der Rest genießt Kabeljau-Filet. Manch einer schwankt zwischen Scholle und Kabeljau. Wenn mann´s nur wüsste wie mann´s richtig macht? Dazu gibt’s heimische Getränke im Steinkrug serviert. Da Gäste ihre Zimmer gleich neben unserem Tisch im Freien haben werden wir heute nicht die Ruhestörer sein. Wir begeben uns zurück zum Lagerplatz. Auf dem Weg dorthin vernehmen wir laute Musik vom Privat-Camping-Platz „Bamberger Reiter“. Wir werden heute also nicht die Lauten sein. Der Platzwart als Nachbar ist äußerst aufgeregt und hat schon mehrmals die Polizei rufen müssen. Wir sind erschöpft und schlafen tief.

     

    5. Tag 28. Juli 1996 08:00 Uhr.

     

    Sonnenschein am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Nach dem Frühstück werden wir unsere Zelte aufräumen. Die Fahrgemeinschaften werden neu eingeteilt und die Autos nach Rechnungsbegleichung auf den Außenparkplatz verfrachtet.

     

    Wir radeln die Regnitz entlang nach Bamberg rein. Durch Luisenhain - Theresienhain vorbei am E.T.A-Hoffmann Gymnasium - dem Wasserschloss Concordia - durchs Inselgebiet - am Dom vorbei - auf die Altenburg - Biking im Michelsberger Wald und dann zurück nach Bamberg.

     

    Wir kehren in der Traditionsbrauerei Greifenklau ein. Der Chef erlaubt uns die Fahrräder durch die Wirtschaft in den Biergarten zu schieben. Dort geht’s zünftig zu. Es gibt Sauerbraten, Schweinsbraten, Rouladen und alles mit 2 Klößen plus Wirsing oder Kraut. Werner kann´s nicht verstehen wie man so was essen kann. Und Gisela erhält nicht ihre gewünschte Soße zu den Klößen. Immer diese Sonderwünsche. Flüssiges gibt’s aus dem eigenen Sudkessel. Nach dieser landestypischen Einkehr radeln wir nach Bug. Wir verabschieden uns voneinander und es geht heimwärts.

     

    Legende:

  • U = hierbei handelt es sich um ein mit wenig Kohlensäure abgezapftes Bier = ungespundet.
  • Schlenkerla = Rauchbier aus der Traditionsbrauerei Schlenkerla in der Sandstraße
  • Mahr = eine Traditionsbrauerei im Wunderburg-Stadtgebiet
  • Nr. 27 = war unser geschätzter Taxifahrer
  • Claudia = Bedienung im Zwätschgäbam
  • Arrogantling, Latzhosenträger = Chef vom Camping-Platz
  • Bamberger Reiter = Wahrzeichen von Bamberg im Kaiserdom
  • Schlusswort:

     

  • Es ist hügelig - dieses Land.
  • Es ist preiswert wenn man die ortsüblichen Gerichte wählt.
  • Schade dass die Zeit und der Wille für die Kultur nicht immer vorhanden ist.
  • Wer sich noch mal die Zeit nimmt:

  • Die Stadtführung sollte an einem sonnigen Morgen im Oktober, wenn das Licht honiggelb durch die Stadt fließt,
  • oder im Vorsommer, nach einem lauen Regen, wenn die Stadt wie gewaschen und frischgekämmt ist und das Pflaster noch glänzt, als wäre es gewienert.

    Start: das Alte Rathaus im Fluss - weiter Schloss Geyerswörth - König-Ludwig-Kanal - Am Kranen - Klein Venedig - Universität - Maxplatz - Sandstraße - Hofapotheke - Dom und Neue Residenz - Alte Hofhaltung - Benediktinerkoster St. Michael - Altenburg

    Gruß Wilfried  

    Copyright: Wilfried Eichfelder = www.schenie.de

     

    Und wer mehr über Bamberg erfahren möchte...

     

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