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2009 Brenta

Dolomiti Brenta Bike 2009                                                               Stand: 12.02.2011-16.05

Start / Ziel: Andalo (Italien)                                                                       

Daten: 5 Tage / 194 Kilometer / 5212 Höhenmeter / Sattelzeit 17:45 h

Sonstiges: siehe www.dolomitbrentabike.it

Landkarten: Kompass Nr. 73 Gruppo di Brenta

Teilnehmer (Bike): Bernhard (Red Bull), Claudi (Canyon), Josef (Ghost), Martin (Corratec), Werner (Canyon), Wilfried (TREK), Thomas (Cube).

Zeit: Von Mittwoch, den 22. Juli 2009 bis Sonntag, den 26. Juli 2009

Übernachtung: 3 mal Hotel, 1 Rifugio

Pässe: Passo Durone

Bilder: hier

Downloadbereich: Der mehrtägige Rad-Touren-Bericht “Brenta 2009”

zum Online Tourenbericht: in einzelnen Tagen hier (Kurzversion) - ausführlicher Tourenbericht hier

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Der erste Tag Anfahrt Mittwoch, den 22. Juli 2009

 

Der zweite Tag Donnerstag, den 23. Juli 2009

 

Der dritte Tag Freitag, den 24. Juli 2009

 

Der vierte Tag Samstag, den 25. Juli 2009

 

Der fünfte Tag Heimfahrt Sonntag, den 26. Juli 2009

 

Der Tourenbericht:

Anreise
Aus Ingerkingen: Martin, Thomas und Josef, Dettingen: Wilfried, Martin fährt, Memmingerberg: Werner und Claudi und Aitrach: Bani, Werner fährt.
Der Erste Tag
Mittwoch, den 22.07.2009: Start in Andalo - Ziel in Spormaggiore - Daten: 15 Km – 347 Hm – 01:30 h
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39088.html
Früh sind wir aufgestanden, vielleicht sogar zu früh! Wir reisen über die A7 und Fernpaß an. In Nassereith der Gang in den Keller und das obligatorische Frühstück. Weiter auf den Brenner. Martin hat den Routenplaner ausgedruckt. Wunderbar. Wir kommen nach Andalo. Fahren zunächst links. Später frage ich ein Pärchen mit einem Motorroller nach dem Campingplatz. Uns wird geholfen. Wir wollen einchecken aber der Chef sagt wenn wir sonntags abends weg sind dürfen wir außen parken. Wenn die Carabinieri = Polizei kommt und was wissen wollen weiß er ja Bescheid.
Der VW-Bulli trifft ein, wir müssen noch mal die Maccinas = Autos umsetzen, dann ist der Rad fahrende Campingwächter zufrieden. Wir wollen noch mal auf das Klo im Campingplatz hinein, nein das geht nicht, werden wir ermahnt. Wir sollen im Anmeldegebäude unser Geschäft verrichten. Anstandshalber trinke ich einen Espresso. Da kommt das Rollerpärchen wieder und Thomas mit seiner gelben Liebherr-Hose hat einen internationalen Kollegen kennen gelernt.
Ich habe daheim noch die Kette und das XT-Ritzel-Paket gewechselt. Anscheinend ging alles ein bisschen zu schnell. Bei der Probefahrt zu Banis Geburtstag hat es schon dauernd geratscht. Das habe ich aber ignoriert da ich mit dem ebenfalls gewechselten Sattel Probleme mit meinem Allerwertesten hatte. Wie jeder Mann sicherlich versteht, hat das absoluten Vorrang, vor so einer leblos kalten und rasselnden Kette.
Nachdem wir rechtzeitig am Campingplatz ankamen, habe ich gleich unserem technikverliebten Thomas mein Rad anvertraut, damit er die Ursache der Kettengeräusche erkunden kann. Während wir auf Werner mit Claudi und Bani warten, hört sich Thomas so voll und ganz in mein Bike hinein. Thomas hat bei seiner Probefahrt festgestellt, dass ich die Kette oberhalb des Metallbügels eingefädelt habe, das ist die Ursache der Geräusche. Ist schon ein Fuchs der Thomas! Na ja und ich bekomme gleich schwarze Finger bei der Demontage des Käfigs. Macht nix – mit Sonnencreme und Tempotüchern wird alles wieder sauber gerubbelt.
Anschließend rollen wir zurück ins Zentrum von Andalo. Wir suchen eine Pizzeria und finden eine direkt an der Straße. Die flotte Bedienung mit dem schmalen Afrofrisur-Helfer servieren zügig. Die Pizzen sind gut, die Getränke dazu auch. Von Süden schieben sich die Wolken zusammen, nein das ist etwas mehr wie der Brentanebel, wenn wir nur trocken ankommen heute nach Mittag. Wir zahlen alle unser Essen und auch das Coperto = Gedeck dazu. Wieder zurück an den Ausgangspunkt und Aufstellung zum Startfoto. Nun geht die 1. GPS Tour los.
Am See entlang stochern wir noch ein wenig nach dem Track, doch bald haben wir den gefunden, den blauen Bindfaden auf unserem Display. Es ist ein schotterreicher Waldweg mit welligem Profil. Auf einmal geht es mächtig steil hinab, alle außer Martin überholen mich. Nach meinem Sturz letztes Jahr habe ich nicht mehr so viel Mut, mit Schlüsselbeinbruch und die Folgen. Eine Passage ist ganz weich und schwammig, da höre ich hinter mir den Martin stürzen.
Kurz später kommen uns viele Transalpbiker bergauf entgegen, bei dieser Wärme. Na ja diesmal habe ich die Richtung doch nach Schwierigkeit der Befahrbarkeit gewählt. Geht leider nicht immer so, besonders wenn man einen Rundkurs plant. So wie hier die Transalpbiker die an den Gardasee müssen – zumindest einmal im Leben.
Wir kommen ins ausgestorbene Spormaggiore im Val di Non. Immerhin es gibt eine Bar. Dort gesellt sich auch die Jugend ein. Auf der Suche nach dem I-Punkt treffen wir ein Münchner Pärchen, sie kommen gerade von der Umrundung zurück. Es seien lauter Profis auf dieser Runde unterwegs. Kein Lachen, keine erfrischenden Getränke – das wird sich bestimmt ändern – mit uns!
Der I-Punkt ist jedenfalls nicht da wo der Wegweiser hinzeigt. Also gehen wir zur Bar. Zu den jungen Menschen hier in diesem verlassenen Nest. Eine große Cola trinken oder ein Cappuccino = kaffeehaltiges Milchschaumgetränk. Wir fragen die Bedienung nach dem einzigen Albergo hier im Ort. Wir fahren dort hin, es macht aber erst um 17 Uhr auf. Also fahren wir zum Albergo Castel Belfort, wohin der Wegweiser am Ortseingang zeigte. Martin ist vom frühen Aufstehen müde, will sich ausruhen und bleibt deshalb zurück.
Wir fahren hoch zum Albergo Castel Belfort. Es liegt gegenüber der Ruine von Belfort. Heute Abend soll hier noch ein Fest sein. Da bleiben wir doch gleich und festen mit. Wir bestellen erfrischende Getränke und fragen nach dem Zimmerpreis. Dann machen wir die Sache klar. Claudi saust hinab und holt den Martin herauf. Wir sind bald angekommen da hat man genügend Zeit seine frisch montierten Magura HS33 zu warten. Bani, Thomas und Josef gehen voll auf mit ihrer Technik. Werner hat was Schönes entdeckt und ist nun auf der Jagd mit seiner Canon Ixus. Grinsend zeigt er immer wieder seine Treffer.
Das historische Fest nach dem Abendessen ist mal was Besonderes. Ein kleines Schauspiel über die Geschichte der Festung mit Liebe und Leid – halt so wie das Leben immer verläuft. Dann noch ein schönes Feuerwerk. Ein kurzweiliger Abend mit Showprogramm geht zu Ende, noch dazu hatten wir freien Eintritt.
Der zweite Tag
Donnerstag, den 23.07.2009 - Start in Spormaggiore - Ziel in Terzolas bei Male - Daten: 47 Km – 1216 Hm – 04:25 h
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39090.html
Nach dem Frühstück stellen wir uns wieder vor dem Fort auf zum Foto. Erst geht es den Pfad zurück, das ist aber nicht fahrbar. Also auf die Straße und zurück in den Ort und wieder auf den Dolomiti Brenta Bike. Die wunderschönen Apfelplantagen werden mit Wasser gespritzt. Hier waren wir 2002 schon mal mit Jutta und Didi unterwegs. Viel ist inzwischen asphaltiert. Manchmal sind es noch Wiesenwege. Bani schöpft noch mal Wasser für alle Biker.
Dann kommt eine sehr schöne Passage an den Felsen entlang. Wir kreisen etwas später auf einer betonierten Plattform und wissen bis heute noch nicht was das hier sein soll. Im weiteren Verlauf kommen wir an einem kleinen See vorbei. Ein Jaguar X Fahrer zieht an uns vorbei und kommt gleich wieder zurück – nur so zum Fun. Der Weg wird wieder schmaler, dann steht ein Verbotsschild „Bauarbeiten“ vor uns. Wir fahren verkehrter weise noch ein Stück links weiter, noch mal eine Bauabsperrung. Also zurück und auf normalen Weg in den Ort Tuenno hinein. Am Brunnen beim Friedhof wasche ich mir den Schweiß von Arm, Beinen und Kopf.
Wir suchen eine Pizzeria, nach längerem herum kreisen finden wir was Entsprechendes. Die Pizzen sind gut, mit dem Getränk klappt es heute nicht so wie gestern. Dann kommen wieder einige Transalpbiker – die setzen sich doch glatt draußen hin, auf die noch nicht fertiggestellte Terrasse, mit den noch nicht komplett ausgepackten Stühlen. Es ist schon eine besondere Art, sie sind sehr bunt gekleidet, tragen bevorzugt Piratentücher auf dem Kopf, im Rucksack haben sie einen Camelback mit Schlauch statt Trinkflaschen am Rahmen, sie haben noch dazu schöne noble und gut ausgestattete Bikes und trinken kein Cola!
Im weiteren Verlauf kommen wir nach Cles. Werner will noch auf die andere Seite vom Stausee Lago di S. Giustina o di Cles rüber fahren, es schaut so schön aus dort drüben, doch das würde dann doch zu lange dauern. Also fahren wir auf der Straße 43 wie ausgeschildert weiter zur Pte. Mostizzolo. Vor der Brücke links abbiegen, dann sind wir wieder auf dem Weg im Val di Sole wie 2002 bereits schon gefahren nur diesmal bereits asphaltiert. Wir schauen den startenden Kanufahrern zu. Etwas später kommen gerade Floßfahrer an, geschäftstüchtig werden sofort Prospekte an die Passanten verteilt.
Weiter radeln wir den Radweg. Wir erreichen eine kleine Liegewiese am Fluss. Bani, Werner mit Claudi und ich schauen uns derweil im Sportheim auch das schlechte Antennenprogramm an. Es liegt aber nicht an den Spezialgetränken. Dafür hat die Bedienung keine Empfangsstörungen und ist wirklich schön anzusehen. Wir gehen nach der Pause wieder zurück auf die Liegewiese. Die Ingerkinger Gruppe berichtet uns nun aufgeregt was das italienische Liebespärchen direkt vor ihnen in der Zwischenzeit so alles angestellt hat. Auch ein gutes Programm, nur wir hatten die besseren Getränke.
Es geht noch ein wenig den Radweg weiter dann müssen wir nach Male hinauf treten. Ich gehe wieder in den I-Punkt. Das Mädchen mit den schönen blonden Haaren ist so freundlich zu mir. Nun kommt wieder die Pocco Soldi Methode, die mir Otto schon beigebracht hat. Wir sind arme Studenten auf der Suche nach einem günstigen Quartier. Na ja und wie das Glück es will gibt es für unsere schmalen Geldbeutel diesmal wirklich kein bezahlbares Quartier hier in Male. Aber ca. zwei Km weiter in Terzolas bei Bruno, da gibt es noch genügend Betten.
Wie gewohnt nehme ich mit Martin und Bani Halbpension mit Getränken (das Zimmer hast du, sagt Otto immer). Der Rest ist halt dabei. Aber gedeckt wird nur für die Halbpensionsgäste. Nun ist auf einmal Leben in den hungrigen Leibern. Aber man kann mit Bruno reden. Jeder der angeblichen Fastenkünstler handelt nun mit Bruno sein Lieblingsgericht heraus, das nenne ich echten Service, und Nachschlag mit Dessert gibt es noch Gratis dazu.
Im Laufe des Abends kommt noch so ein Spezialist mit Barett an unseren Tisch – ein Freund des Hauses wie er sagt. Er will uns heute aber „auch“ einen Bären aufbinden. Es seien u. a. 21 Bären hier in der Brenta. Er kenne auch die Mutter von Edmunds Problembär Bruno persönlich.
Hotelchef Bruno sagt uns im Laufe des Abends auch das ihm schon vier Ziegen von Bären gerissen wurden. Deshalb tut er keine mehr her. Sein Hobby ist der Obstbau und seine Haflinger. Vor den Haflingern haben die Bären mehr Respekt.
Der dritte Tag
Freitag, den 24.07.2009 - Start in Terzolas bei Male - Ziel in Rifugio Graffer - Daten: 31 Km – 1610 Hm – 04:00 h
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39095.html
Das Frühstück bei Bruno ist reichhaltig. Ein gut geführtes Haus, wie das nette Mädchen im I-Punkt mir schon sagte. Wir zahlen und holen anschließend die Räder aus dem Abstellraum. Sein neu bestelltes GPS dürfte mit unserer Zahlung bereinigt sein. Nun braucht er wieder Gäste für die noch zu bestellenden Landkarten. Bruno ruft noch seinen Forstfreund wegen des Abzweigs vom Rif. Graffer an, dann beginnen wir wieder unseren Tag. Zunächst müssen wir wieder runter auf den Dolomiti Brenta Bike.
Da suhlen sich die Schweinchen im Dreck. Der kleinere der beiden frühreifen Brüder übt sich schon mit seinem Drillbohrer bei der eigenen Mutter – so eine Sauerei! Bald darauf kommen wir nach Dimaro. Von hier aus sind wir 2002 gestartet.
Wir müssen aber dem Track nach, immer den blauen Bindfaden entlang. Wahrscheinlich haben sich unsere Track-Lieferanten außerhalb vom Dorf ein Zimmerchen genommen. Von gegenüber rufen uns die Carabinieri etwas fragend zu – ich verstehe es nicht – sage trotzdem Si = Ja zurück. Jedenfalls befinden wir uns nun auf der Passo Tonale Straße und nicht Richtung Madonna di Campiglio!
Ein bisschen später radeln wir am Campingplatz Dolomiti vorbei zurück ins Zentrum von Dimaro. Wir kommen am Hotel Rosatti vorbei – das waren nette Wirtsleute 2002. Gegenüber liegt immer noch die legendäre Pizzeria – ja das waren Zeiten.
Der Weg steigt an und in einer Rechtskehre nehmen wir den Schotterweg immer an schönen Wässern vorbei nach Madonna di Campiglio. Wieder stoßen wir auf eine Truppe der Transalpbiker. Es sind seltsame Menschen. Sie sehen so faltig aus. Verbissen blicken sie immer auf ihre Tretlager. Bei einer Pause am schönen Wasserfall überholt uns zusammen ein Pärchen. Wir beginnen wieder und die Frau rastet atemlos in einer Kehre ohne Ausblick. Nach mehreren hundert Metern gelangen wir zu ihrem Partner.  Er rastet auch mitten im Wald und sein Blick geht sehnsüchtig zurück – wo bleibt sie nur? Ja wirklich, sie sind eigenartig, diese Transalpbiker.
Wir kommen sehr früh bei der Malga Mondifra an. Essen gibt es erst ab 12 Uhr. Wir fahren deshalb weiter in den Ort hinein. Bei der Seilbahn hat ein Ristorante geöffnet. Martin und ich nehmen das Menü – Pasta – Fleisch – Getränke – Basta. Die anderen nehmen gute Nudelgerichte zu sich. Martin und ich kaufen uns erst Biletts und kommen deshalb etwas früher weiter oben heraus. Der Rest bricht nach dem Zahlen auf.  Schön sind diese Dolomiten. Wir fahren nach dem Fotografieren auf lockerem Schotter steil runter zum Rifugio Graffer. Das mit dem Zimmer ist klar. Die Hütte ist heute gut voll.
Sehr viele bunte Transalpbiker ohne Handtuch, wegen dem ersparten Gewicht, sie sind ja so komisch diese Lagobiker. Einige Klettersteiggeher gibt es noch, na ja und uns natürlich. Der Ober kommt an den Tisch, heute klappt es besser mit der Mezza Pensione = Halbpension. Es gibt zur Vorspeise Spaghetti Ragu (speziell für die Transalpbiker und Thomas natürlich) und eine Spezialität Pizzocherie für Italien-Kenner, das sind dann wir. Der Ober grinst, das Pizzocherie ist das Beste, das ich jemals gegessen habe, aber ungesund mit dem geschmolzenen Käse darin, äußert Josef. Im schmeckt es trotzdem und es ist ja ein guter Hartkäse aus dem Veltlin. Gesünder wäre da noch der Schafskäse sagt Josef. Danach gibt es als Hauptgang Pollo = Huhn bzw. Karnickelfleisch mit Gemüse. Weiterhin noch als Dessert selbst gemachte Waldbeerencreme für Genießer und Vanille-Pudding für die Oberschwaben.
Danach sollen wir in einen Nebenraum umziehen. Martin läuft diesen Abend wieder auf Hochtouren auf. Aus der Küche kommt anscheinend ein leichter Raclette-Käse-Geruch. Die beiden Holländerinnen vom Nebentisch holen wir später auch an unseren Tisch. Wir schenken ihnen immer wieder mal die Gläser voll, sie sind ja so lustig drauf. Der Duft wurde aber intensiver, doch nicht die Küche ist die Ursache dafür, beschließen wir einstimmig! Die Uhr zeigt 22 Uhr an. Der Hüttenwirt schaut sauer zu uns rüber. Licht aus, dann müssen wir ins Zimmer hinauf gehen. Josef leuchtet mit der Taschenlampe durch den Raum, dann fallen die letzen Fetzen vom Leib. Alle scheinen gut drauf zu sein, die Nacht geht schnell vorbei. Draußen regnet es derweil heftig und es blitzt mit Donner.
Der vierte Tag
Samstag, den 25.07.2009 - Start in Rifugio Graffer - Ziel in Ponte Arche - Daten: 61 Km – 1240 Hm – 05:00 h
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39096.html
Die Dolomiten zeigen sich im schönsten Licht. Das Frühstück ist OK. Leider verabschieden wir uns gar nicht so richtig von den lieben Holländerinnen – das ist irgendwie schon schade. Waren beide doch so liebe und nett lachende Tischgesellinnen. Der Hüttenwirt gibt jedem von uns noch eine Postkarte mit. Das Abfahrts-Foto und los geht es. Unten bei der Malga Montagnoli mit den vielen frischen Kuhfladen geht es mal links weg. Schöne Singletrails gibt es hier zu fahren. Eine Herde Kühe bremst uns später ein wenig ab.
Durch Madonna di Campiglio radeln wir wieder dann geht der Weg links zum Rif. Valesinella rein. Noch eine Schlüsselstelle zur Malga Val d´Agola. Wieder kommen diese fremdartigen Transalpbiker an uns vorbei. Die Tochter mit dem Vater oder ist es etwa der Liebhaber? Wir wissen es nicht ganz genau.
Lange müssen wir auf Martin warten. Hat es ihn überschlagen bei der steilen Rampe abwärts? Diese Antwort kann uns nur Martin selber geben. Wir kommen zur Malga Val d´Agola mit dem schönen See.
Dann schieben wir eine halbe Stunde auf den Passo Bregn di Ors. Im Jahre 2002 haben wir die doppelte Zeit benötigt, aber es war ja schon Nachmittag und wir müde. Auch alle Transalpbiker schieben nun aufwärts. Es kommen uns sogar einige Biker schon entgegen! Oben gibt es wieder einige schöne fahrbare Singletrails. Dann geht es fast 1000 m an einem Stück hinunter.
Unten angelangt gehen wir zum Essen in das Rif. Brenta. Die guten Nudeln haben nun die früher da gewesenen Transalpbiker auf ihren Tellern, wir müssen deshalb die andere Sorte nehmen. Sind aber auch gut und reichlich.
Martin hat heute einen enormen Durst auf Cola, das bringt den nervösen Wirt zur Weißglut. Wir stellen auch fest, dass sich die Transalpbiker untereinander schon begrüßen, sie scheinen sich irgendwie von uns normalen Bikern zu unterscheiden. Ich weiß noch nicht genau woran, nur bunter gekleidet sind sie. Ist es der Duft nach Rasierwasser und Deo den wir nicht tragen? Einer der Transalpbiker hat eine Kamera auf dem Helm installiert. Ja wie schon so oft gesagt, sie sind irgendwie anders.
Wir müssen nun auch los, etwas später kommt das kleine Rifugio Ghedina von 2002. Wir haben noch etwas Zeit diesen Tag. Wir weichen vom Track ab und suchen den Weg zum Durone-Pass. Erst am Fluss Sarca entlang.
Wir fahren zu der Ortschaft Zuclo hinüber. Es hat 37 °C der Schweiß läuft in Bächen aus meinen weit geöffneten Poren – Tropf! Jede Gelegenheit, meine leere Wasserflasche an Wasserläufen aufzufüllen, nutze ich auch gleich für eine Pause. Wir sammeln uns alle wieder oben auf dem Passo Durone. Dann geht es bergab.
Wir kommen durch herrliche einsame Bergdörfchen. Wir fragen dabei zwei junge Burschen nach einem Weg zu einem Albergo z. B. in Stenico oder in Ponte Arche, fahren fälschlicherweise durch den schönen Torbogen, unsere Wegweiser fuchteln mit Ihren Sensen und Rechen durch die Luft. Wir erreichen Ponte Arche. Das erste Lokal hat einen asiatischen Namen und wird abgelehnt. Wir kommen zum Gasthof Hirsch, ich gehe rein, die bildhübsche Bedienung ruft Mario den Chef herbei. Ich gehe raus und offenbare den Preis. Nein auch dieses Lokal wird abgelehnt, man will noch weiter rein fahren in die Stadt.
Aber gleich darauf kommt der I-Punkt. Da gehe ich immer gerne rein. Die attraktive Angestellte mit den schönen grünen Augen spricht gut deutsch. Alle Hotels seien ausgebucht. Das Lokal mit dem asiatischen Namen ist das empfehlenswerte Speiselokal der Gemeindearbeiter und hat Betten frei. Mario hätte auch sehr gutes Essen und sei ebenfalls sehr empfehlenswert. Nur beide Lokale liegen an der Straße und wurden von der Gruppe abgelehnt – das erste Mal übrigens –soweit ich mich erinnern kann. Resümee - wir fahren zurück zu Mario und nehmen die Zimmer nur mit Frühstück.
Nach dem Duschen testen wir die Freundlichkeit der reizenden Bedienung. Bei jedem dritten Getränk erhalten wir Chips dazu – das Salz daran brauchen wir heute! Nach diesem heißen Tag gibt es sehr viele Bestellungen und was noch besser ist – das schöne Mädchen bleibt stets freundlich. Da wird die Trinkgeldkasse schön klingeln.
Wir machen uns auf den Weg zum Abendessen in eine Pizzeria. Ich dieses Jahr noch in Badeschlappen. Zuhause muss ich mir auch nach solchen schön leichten und wasserfesten Trekkingsandalen wie sie Bani trägt umschauen.
Wir finden in der Pizzeria angelangt einen großen freien Tisch und sind froh rechtzeitig da gewesen zu sein, unser Großer Tisch ist heute Abend sehr begehrt. Regelrechte Warteschlangen bilden sich außerhalb des Lokals. Das Frutti de Mare von Werner und Claudi ist anscheinend nicht so gut. Claudi kommt mir auch deshalb heute etwas launisch vor, ist das der Stress vorne in der Spitzengruppe mitfahren zu wollen?
Rückwärts gehen wir noch ein Eis essen. Direkt nebenan wird anderntags ein MTB-Geschäft eröffnet. Thomas fragt dort nach dem Preis für sein neu gekauftes Rad. Identisch wie bei uns. Das ist die Globalisierung! Ich gehe auch mal rüber und die reizvolle Schaufenstergestalterin hinterlässt bei mir bleibende rot-weiße Eindrücke.
Josef kommt vom Telefonieren zurück, er hat dabei zwei rucksackbepackte Mädchen getroffen die auf Zimmersuche sind. Sie wollen aber in ein großes Hotel und nicht zu Mario gehen. Schade – wäre bestimmt ein guter Ersatz für die netten Holländerinnen gewesen.
Spät am Abend gehen wir wieder zu Mario zurück. Die freundliche Bedienung mit den langen brünetten Haaren und den Mandelaugen ist immer noch da, na ja, dann lassen wir uns noch ein wenig mit Getränken verwöhnen. Es wird noch ein schöner längerer Abend, dann geht die Bedienung leider nach Hause. Wir zahlen alle bei Mario noch unsere Zeche.
Der fünfte Tag
Sonntag, den 26.07.2009 - Start in Ponte Arche - Ziel in Andalo - Daten: 28 Km – 978 Hm – 02:45 h
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39099.html
Die Bar ist am Morgen voller Tracht tragender Musikanten vom Ort. Wir beginnen unseren Tag mit Mucke Fuck Kaffee. Das Frühstück ist wirklich gut. Der Busfahrer für die Musikanten kommt gekleidet wie ein Jumbo-Pilot mit seiner Busbegleitung zum Frühstücken herein. Wir holen die Bikes aus dem Heizungsraum und postieren uns zum Abfahrtsfoto. Wahrscheinlich gibt es einen schöneren Weg wie die SS237 wieder zurück zum Track aber so ist es halt wenn man wieder einsteigt. Gleich nach Colmano Terme geht es links über die Brücke. Dann geht es ausgeschildert auf dem Dolomiti Brenta Bike weiter. Mir gefällt jedenfalls diese letzte Etappe sehr gut. Ganz idyllisch kommen wir dabei auch bei einer Mühle mit den einbetonierten Felsplatten vorbei. Hier wäre ein Fully echt brauchbar ansonsten kommt man mit einem Hardtail gut über die Runde. Schön liegt auch der Lago di Nembia vor dem Molvenosee. Am Lago di Molveno fahren links schotterreich herum. Dabei begegnen uns viele Touristen!
Wir erreichen das menschenreiche Molveno und suchen uns ein schönes Lokal für den Cappuccino. Wir wollen dabei das Lokal durch die Pflanzenkübel hindurch betreten. Da werden wir sofort von der Chefin zurechtgewiesen! Der Cappuccino ist sehr schaumig und gut. Claudi geht bei der Weiterfahrt bergauf an die Spitze, nun sind wir nicht mehr auf dem Track. Claudi stampft mit schmerzenden Knien nach oben und wir hinter ihr her. Wir hätten aber links auf den Track abbiegen müssen!
Wir suchen in Andalo angelangt ein Lokal das nicht so nahe an der Straße liegt, das erste Lokal bietet nur Snacks an, das zweite hat keinen Gartenbereich. Also dann gehen wir doch wieder zu unserer bewährten Pizzeria zum Pizzaessen. Die Bedienungen erkennen uns wieder, wie man ihrem freundlichen Grinsen entnehmen kann. Alles ist wieder bestens. Diesmal passt es mit dem Coperto. Nur die Lage an der Straße stößt gelegentlich auf. Wir zahlen und fahren zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Schilder für die Parkflächensperrung am Montag sehen wir am Campingplatz. Unsere Autos werden mit den Bikes beladen, wir ziehen anschließend noch frisch duftende Kleider an. Martin zeigt dabei seine nackten Hinterschinken, der auf seinen frei werdenden Parkplatz wartenden Italienerin. Wir verabschieden uns voneinander und fahren nachhause.
Heimreise zurück
Diesmal durch einen Tunnel – eine Umfahrung. Bei der Heimfahrt pressiert es bekannter weise den Ingerkingern immer etwas, deshalb wird ohne Einkehr direkt heimgefahren. Nur eine Bieselpause beim billigsten Sprit auf dem Fernpaß. Bei Werner läuft das mit mehr Pausen, noch dazu hat er das langsamere Kfz und fährt keine Mautstraßen. Er braucht verhältnismäßig wenig länger. Machen wir dann alles richtig?
Landkarten
Kompass 73 – Gruppo di Brenta oder Tourenbeschreibung anfordern bei
http://www.dolomitibrentabike.it/lang/DE/pagine/dettaglio/2/91.html
Erklärungen
I-Punkt = Touristenbüro – ein herzliches Dankeschön an all die freundlichen Angestellten dort!
Vorbereitungstouren
Wir trainieren in verschiedenen Gruppen. Los geht das Training je nach Witterung ab Ende März. Das Training endet in der Regel im Oktober. Dienstags fahre ich beim Radtreff vom Turnverein Dettingen mit dem Crossrad mit (jeweils ca. 30-70 km). Donnerstags fahre ich zusammen mit Martin eine Mountainbiketour (jeweils ca. 40-80 km). Die Ingerkinger trainieren oft an den Wochenenden miteinander. Bani unternimmt viel mit Werner und Claudi. So oft es gemeinsam klappt macht man ausgedehnte Radtouren auch mal am Wochenende gemeinsam. Ein kleine Auswahl anschliessend:
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.46510.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.47476.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.47101.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.45064.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.44693.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.44149.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.43330.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.43073.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.41922.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.39172.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.37014.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.36894.html
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.36693.html
Tourenfest
Das Tourenfest nach der jeweiligen Tour hat am 24.10.2009 zuhause beim Thomas in Ingerkingen stattgefunden. Es gab Bio-Spanferkel aus eigener Anzucht mit Sauerkraut und Kartoffelsalat mit Seelen = schwäbisches Spezialweißbrot. Dazu regionale Getränke. Andrea hat zu späterer Stunde noch selbst gebackenes Früchtebrot mit Butter und Muffins auf den Tisch gestellt mit Kaffee.
Abschlusstour
Da ja aus Ingerkingen drei Teilnehmer stammen und die von auswärts anreisenden am 24.10.2009 bei Martin übernachten durften nutzten wir die Gelegenheit auf dem schwäbischen Biker Eldorado Schwäbische Alb bei gutem Wetter noch eine gemeinsame Radtour durchzuführen. Thomas hat da was ganz besonders schönes für uns gefunden.
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.48265.html
Schlusssatz
Na ja das war es mal wieder, wie so oft gesagt, es handelt sich um meine Beobachtungen und daraus abgeleiteten Gedanken. Geschickte Wortwahl ermöglicht es, das beim mehrfachen Durchlesen beim Leser die wahren Begebenheiten so lebhaft erscheinen. Ich bin dankbar für die Eindrücke und Äußerungen der anderen Mitfahrenden.
Ausblick
http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.44414.html
Ein grober Entwurf für eine Comersee-Runde liegt vor. Über den Winter muss dieser für fünf Tage abgeschwächt werden. Es ist traumhaft schön am Comersee. Aber sehr einsam und die Quartiere sind der Knackpunkt, das haben wir teilweise auch um die Brenta erlebt. Am Comersee ist es aber wesentlich einsamer aber dafür viel mehr Natur belassener!
Liebe Grüße Euer Wilfried