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2002 Brenta

Giro Brenta Difficile                                        Stand: 27.02.2007-00:35

  • Start / Ziel: Dimaro (Italien)
  • Daten: 4 Tage / 180 KM / 5694 Hm / 33h Sattelzeit
  • Sonstiges: Diese Tour stammt ursprünglich aus dem Internet. Wurde von uns nur gering geändert. Stets steile Tagesabschnitte, Oft nur Sackgassen, da sieht man meist keine Biker! Es waren viele MTB-Abschnitte dabei. Wo sind sie nur diese Zeitschriftenfreaks mit ihren sündhaftteuren Bikes? Hier wären sie richtig aufgehoben. Wir haben keinen einzigen davon gesehen.
  • Landkarten: Kompass 73 Wander- Rad- und Skitourenkarte Gruppo di Brenta
  • 7 Teilnehmer (Bike): Bernhard (Checker Pig) , Dietmar (Cats), Jutta (Cube),  Manfred (Cube), Martin (Corratec), Werner (Hopp), Wilfried (TREK). Dietmar steigt mit neuem Bike in unser Team. Manfred spielte so eine Art Edelhelferrolle für Jutta. Stets mit seiner A-Klasse für den Rücktransport bereit. Thomas wegen Wasserschaden diesmal nicht dabei.
  • Zeit: Von 28. August 2002 bis 01. September 2002
  • Übernachtung: Hotel Garni Rosatti in Dimaro, Rifugio Ghedina, Rifugio Caccitore, Rifugio Lago Tovel
  • Pässe: PASSO BREGN de l` ORS 1836m
  • Bericht: Rad-Touren-Bericht: Download als pdf-file ca. 200 KByte hier.
  • Zum Online-Tourenbericht geht es hier...
  • Bilder: siehe unten

  • Dimaro

    Wegesrand

    Anstoßen

    Rifugio

    Talblick

    Die Wand

    Schatten

    Einsamkeit

    Apfelplantagen

    Sammelpause

    Parkplatz

    Cascade

    Anstrengung

    Meisterhaft

    Rifugio

    Bankg eheimn is

  • Vorbereitungstouren
  • Dimaro - Anreise und Eingewöhnung
  • Erster Tag - Dimaro - Madonna di Campiglio - Rifugio Ghedina
  • Zweiter Tag - Rifugio Ghedina - San Lorenzo in Banale - Rifugio Cacciatore
  • Dritter Tag - Rifugio Cacciatore - Molvenosee - Malga Arza - Malga Tremoncelli - Tovelsee
  • Vierter Tag und Heimreise - Lago Tovel - Tuenno - Cles - Male - Dimaro
  • Schluss
  • Vorbereitungstouren für diese Tour:
  • 08. Mai 2002: Meine Trainingssaison beginnt zusammen mit Martin. Wurstsalattour zu Josef in ILLERTISSEN.
  • 18. Mai 2002: Es folgen kleinere Ausfahrten bis zur gemeinsamen Tour auf der schwäbischen Alb mit Hans aus MERING.
  • 20. Mai 2002: Die Pfingstmontagstour zur Brauerei DEIL Osterberg.
  • 22. Mai 2002: Nach ILLERBEUREN zur Bahnhofsrestauration mit Kollegen und den Illerradweg zurück mit Alfred.
  • 30. Mai bis 02. Juni 2002: Mit Hans und Werner bei Anni im Salzburger Land mit Rossalm-Mühlbach, GROSSGLOCKNER, Sonntagskogel, ROSSALM Forstweg.
  • Dann folgen wieder kleinere Touren mit DIDI und Martin.
  • 15. und 16. Juni 2002: Zusammen mit Willi aus Kirchdorf geht’s mit dem Rad aufs Berghaus WÄLDELE im kleinen WALSERTAL und den Illerradweg zügig zurück mit Bani und Jutta. Der Weg endet kurz vor dem ILLERABBRUCH. Ich schlage einen Salto. Außer blauen Flecken passiert Gott sei Dank nichts. Ich nehme zwei Tage später 2 GLOBOLI Arnika C200. Die Blutergüsse verschwinden beim Zusehen!
  • Dann folgen wieder kleinere Ausfahrten in der näheren Umgebung.
  • 03. Juli 2002: Mit Martin und DIDI geht’s zusammen nach Biberach zum Schützenfest und zurück.
  • 05. bis 07. Juli 2002: Es geht mit Reinhard usw. nach VAIZHEINA in Graubünden, leider stürzt hier Karl und wir müssen ihn verletzt nach Chur ins Krankenhaus einliefern lassen.
  • 20. und 21. Juli 2002: Es findet mit Martin die Fahrt zu Guido in Esslingen statt. Danach immer wieder mein HW4 und KELLMÜNZER Wald.
  • So kommen etwa 1800Km zusammen und viele gemütliche Stunden beim Radfahrer Hock.
  • Anreise und Einstimmung auf die Tour Mittwoch der 28. August 2002: 

    nach 378Km und ca. 5h Fahrtzeit sind wir am Ziel

    Am Montag dem, 26. August 2002 werde ich unruhig. Irgendwie beschäftigt mich die Quartierfrage. Ich bin eine Woche vom Wanderurlaub im GRÖDNER Tal zurück. Dort war jedes Bett besetzt. Immerhin sind wir mit sieben Leuten unterwegs. Das ist der pure Wahnsinn!

    Vor mir liegt der Tourenbericht aus dem Internet. Dort ist in DIMARO das Hotel Stube aufgeführt. Ich rufe da jetzt an. Die freundliche Frau spricht deutsch mit mir. Sie teilt mir mit das sie kein Hotel mehr haben. Aber Sie gibt mir die Telefonnummer vom Garni ROSATTI. Noch ein Anruf dort und ich reserviere auf meinen Namen sieben Betten für jeweils 25 Euro inklusive Frühstück.

    Am Mittwoch den, 28. August 2002 um 11:30 Uhr hole ich DIDI in Altenstadt/Iller ab. Das zweite Rad ist nun auf meinem Autodach. Holen wir das dritte. Um 12:00 Uhr bei Werner in Memmingerberg. Nun ist mein Auto voll. Wir fahren zum ersten Sammelpunkt auf der Autobahn zum Allgäuer Tor. Um 12:45 Uhr stoßen Martin mit Bani und Jutta zu uns. Weiter geht’s zum zweiten Sammelpunkt. Kurz vor dem Füssener Tunnel.  Manfred in A-Klasse steht bereit. Wir sind nun vollkommen.

    Auf dem Fernpass gerät Manfred in den toten Winkel und erscheint auf einmal neben mir. Oh Schreck! Hoffentlich fährt der in NASSEREITH raus. Das PICKERL kaufen. So dachte er auch. Deshalb das Überholmanöver. In NASSEREITH raus. Super in den Tank und Kaffee in den Bauch. Das PICKERL für 7,60 Euro ordnungsgemäß auf die Scheibe geklebt. Und los. Die Reifen quietschen. Bei der Fahrt zur Autobahn.

    Die Europabrücke steigt stetig an. Meine Gänge werden immer kleiner. Das Wetter schaut nicht so günstig aus hier oben. Erste Maut bezahlt. 7,95 Euro. Runter nach STERZING. Das zweite Maut-Billet ziehen. Zügig geht es mit 110 Km/h weiter. Dann sind wir schon an der Ausfahrt MEZZOCORONA. Zweite Mautgebühr von 6,80 Euro abdrücken. Und nun hinter dem Viehtransporter herfahren. Bis DIMARO.

    Nach kurzer Suche stehen wir vor unserem Garni ROSATTI. Der Chef und sein deutsch sprechender Freund empfangen uns sehr freundlich. Wir erhalten die Schlüssel und Codes für zwei Zweibettzimmer und ein Dreibettzimmer. Ich bezahle alle Betten, dann reserviert der Chef einen Tisch in der Pizzeria Antonio auf der anderen Straßenseite. Er telefoniert auch noch zum Rifugio Ghedina. Somit ist auch unser Quartier morgen gesichert.

    Dann quetschen Martin und ich unsere beiden Autos in den von der Chefin zugewiesenen Tiefgaragenplatz. Danke Servolenkung. Schwitz! Wir gehen nun auch rüber zur Pizzeria. Wir wollen im Freien sitzen. Ganz vorn. Das erweist sich als Fehler. Denn es wird frisch. Der Chef und Maria wollen auch die zweite Hälfte vom Vorhang zuziehen doch die auch bedienende junge und resolute Italienerin sagt BASTA. Das ist der richtige Chef! Also, erst mal etwas wärmer anziehen, später dann in die warme Wirtschaft reingehen.

    Jede bestellte Pizza entsprach dem Wunschbild. Aber der Wein färbt Zähne und Zungen rot bis violett. Noch dazu ist der Wein sehr kalt. Werner sagt das muss so sein, sonst würde dieser Wein nicht mehr schmecken. Und es ist sehr viel Wein. Heute Abend. Dazu noch die LIMONCELLIS und die Willis vom Hause. Die kleine und nette Maria muss vor der Sperrstunde noch putzen. Also gehen wir als letzte Gäste auch ins Bett. Werner küsst dem Pizzachef noch die Hand zum Abschied. Martin will noch ein Eis essen. Die Glastüre zwischen Eisdiele und Garni nehme ich nicht mehr war. POOONG! Jutta öffnet mir danach die Türe von innen.

    Ich bin KAABUUDD! Oh Gott. Bani aber auch. Nur DIDI ist noch fit. Bani macht aus dem Schlachthaus früh am Morgen wieder ein ansehnliches Bad.  Ich suche mein verlorengegangenes Handy. Und finde es unter dem Bett wieder. Werner schläft nur kniend mit dem Oberkörper auf dem Bett. Dann schließt er sich noch aus und nimmt die frischen Paninis vom Bäcker in Empfang.

    ERSTER TAG

    Wir sammeln uns langsam beim Frühstück. Es schaut hervorragend aus. Kaffee, Milch, Tee. Saftige Semmel, Butter, Schinken, Käse, Joghurt, Müsli, Marmelade. Vieles werden wir in den nächsten Tagen von unserer Liste streichen dürfen. Es sind eigentlich nur Biker hier im Frühstücksraum versammelt. So langsam machen wir uns abfahrtsbereit. Letzte Sachen im Auto verstauen. Räder aus dem Schopf holen. Werner bindet sein Regengewand zwischen den Rahmen. DIDI hat auch so einen Sack da hängen. Foto vom Start der Tour. Los geht’s. Die Chefin weist uns händeringend den Weg. Immer hoch! Rechts hinauf. Immer hoch!

    Zuerst die Teerstrasse. Dann links rein in den schönen Wald. Daneben der Fluss MELEDRIO. Ein überfahrener Maulwurf liegt auf dem Weg. Wer war das nur? Gut ausgeschildert ist diese MOUNTAIN BIKE Strecke. Bis zur Baustelle. Dort will Bani schon den Pfad fortsetzen als ihn der Bauarbeiter zurückweist. Vor der Brücke geht’s rechts hoch. Richtung Madonna di CAMPIGLIO müssen wir weiter.

    Weiter oben helfen uns noch zwei junge Italiener weiter auf den richtigen Weg. Sie haben eine Karte vom Touristenbüro dabei. Wir gelangen zur MALGA MODIFRA 1632m. Groß, aber unbewirtschaftet! Beim nahe liegenden Brunnen füllen wir unsere Flaschen. Nun geht’s abwärts. Bei der GROSTE Seilbahn sind wir wieder etwas unsicher. Zum dritten verfahren wir uns noch in dem modern umfahrenen Madonna di CAMIGLIO 1522m. So fahren wir also durch die lebhafte Fußgängerzone zum Umgehungstunnel statt durch den schönen Park. Mehrere Rückfragen sind notwendig. Bis wir richtig rollen. Eben geht’s dann auf Teer zum Rifugio VALLESINELLA 1540m.

    Durch schattigen Laubwald. Es ist gerade Mittagszeit. Wir stellen unsere Räder an die Bäume. Jutta wäscht sich sogar mit bereitliegender Seife die Hände am Brunnen. Wir setzen uns an den zweiten der geräumigen Tische. Wir bestellen Radler und bekommen Alsterwasser von HENNINGER in Dosen. Dazu essen wir Nudeln mit Fleischsauce oder Tomatensauce. Es weht ein kalter Wind. Noch dazu sitzen wir im Schatten. Also, erst mal warm anziehen.

    Dann ist der sonnige Tisch neben dem Eingang frei. Wir eilen hinüber. Die wärmenden Strahlen der Sonne auffangen. Das tut so gut. Wir beobachten die Leute die da rein und raus gehen. Sie tragen bunte Socken. Gelbe und grüne. Und sie reden mit allen Händen. Ein Italiener mit Sherpa-Mütze schaut besonders witzig aus. Ganz aufgeregt rennt er hin und her. Er und viele seiner Freunde füllen ihre Trinkflaschen am Brunnen.

    Nun müssen wir weiter. Noch ein Foto. Mit Blick auf die CIMA BRENTA mit dem Gletscher. Dann geht’s links runter zum Rifugio CASCADE. Wir nehmen lieber den Wurzelweg statt dem bequemen aber auch steilen Schotterweg. Foto zur Erinnerung an den Wasserfall. Dann weist uns der Koch freundlich lächelnd den Weg über die Brücke zum Trial ins Val di AGOLA.

    Über die knapp lenkerbreite Holzbrücke auf den Pfad. Zuerst kommt die MALGA BRENTA BASSA 1265m. Bald darauf stoßen wir auf einen Schotterweg. Links hoch zur MALGA Val di AGOLA müssen wir. Waldreich auf gutem und breitem Weg geht’s hinauf. Bei einer Rast sehen Bani und Werner einen Italiener stürzen. Er fuhr mit dem Vorderrad auf einen Felsbrocken und überschlug sich. Dank Helm und Rucksack überstand er es mit dem Schrecken und einigen Schürfwunden. Die beiden Italiener bedanken sich wegen unserer Nachfrage ob alles in Ordnung sei.

    Wir arbeiten uns noch weiter nach oben. Bis zur MALGA Val di AGOLA auf 1596m. Hier machen wir einen kleinen Fehler. Statt vor der MALGA Val di AGOLA links den Weg 324 Richtung Rifugio DODICI APOSTOLI einzuschlagen fahren wir gerade weiter über die Brücke. Dort suchen wir erst mal sternförmig auseinanderlaufend den See. Der ist aber hier überhaupt nicht vorhanden. Das kann schon mal vorkommen sage ich. Also, Karte raus. Orientierung suchen. Aha, wir müssen mehr südlich suchen.

    Alsbald sind wir an dieser MALGA Val di AGOLA vorbei. Alles scheint wieder unbewirtschaftet zu sein. Dann geht’s durch einen Wasserlauf oder trockener über einen Holzsteg. Nun rechts an dem schön gelegenen See vorbei. Dort am Ende angelangt rechts hoch. Ein felsiger Weg. Schieben ist angesagt. Bevor wir das Val di NARDIS erreicht haben geht’s rechts weiter. Schiebend, steil hoch zum PASSO BREGN de l` ORS 1836m. DIDI ist wegen der anderen Schreibweise etwas verstutzt. Statt der angegebenen 20 Minuten benötigen wir gut das doppelte. Mein Piratentuch ist nass durchtränkt vom Schweiß. Pass geschafft heißt es oben angelangt. Die Aussicht ist gigantisch hier oben. Wir machen keine lange Pause. Ein Pärchen das es eilig hat wegen der Seilbahn fotografiert uns noch rasch. Dann orientieren wir uns noch mal kurz mit der Karte. Helm auf. Und Los.

    Wir wählen den Pfad zum PASSO del GOTRO. Weiter. Auch hier gibt es einzelne Trage- bzw. Schiebepassagen. Wir sehen die riesige MALGA MOVLINA 1786m vor uns liegen. Lang und groß diese Almen. Aber so ruhig alles. Kein Wirtschaftsbetrieb. Hier stoßen wir auf eine breite Schotterstrasse. Die lässt sich wirklich fein fahren. Das macht uns allen Spaß! So stelle ich mir eine genüssliche Abfahrt vor. Wir rauschen an den MALGAS STABEI 1575m und NAMBI 1375m nur so vorbei. Kurz darauf frage ich noch alle ob sie den schwierigen SINGLETRAIL 333 wählen wollen oder den bequemen Schotterweg über die MALGA VALLON. Jeder wählt lieber den Genuss statt die Qual. Wir sind ja schließlich in Italien!

    Gleich kommt das größere ALBERGO BRENTA auf der rechten Seite. Wir haben uns aber beim Rifugio Ghedina 1128m angemeldet. Dieses schnuckelige Häuschen auf der linken Seite erreichen wir gleich darauf. Ich melde unsere Mission bei einer der beiden Schwestern an. Diese weist uns den Stall für unsere müden Räder. Im Holzschopf. Werner schichtet sie wie Brennholz dorthinein. Eines neben das andere. Zwei seitlich auf die Holzscheiten. Dort stehen sie auf alle Fälle sicher diese Nacht.

    Alle nehmen wir dann den langen überdachten Naturtisch in Beschlag. Dort bestellen wir erst mal ein Spezialgetränk. Kurz darauf tröpfelt es ein wenig. Die Köchin schreibt mir auf einen Zettel die Speisen. Zum Essen gibt’s Spaghetti 7 Euro, kleiner gemischter Salat 3,50 Euro und Fleisch typischer Art für 11 Euro. Martin kann dem süßen Stückle in der Vitrine nicht widerstehen. Dazu ein großes Cola. Wir haben zwei Zimmer. Ein Zweibett- und ein Vierbettzimmer. Je Person 23 Euro Wert. Für den nächsten Tag lassen wir von den Schwestern gleich wieder auf dem RIFUGIO CACCIATORE unsere Betten reservieren. Das klappt prima.

    Und siehe da auf einmal. Da taucht Manfreds A-Klasse auf. Die Zimmer sind aber schon vergeben! Nach kurzer Verhandlung mit den Schwestern erhält Martin ein Einzelzimmer im Erdgeschoss. Das Bett darin muss aber erst noch bezogen werden. Der Raum dient ansonsten als Abstellraum. Alles ist aber sauber hier. Das Doppelzimmer befindet sich oben. Der Teppich zum Vierbettzimmer ist neu verlegt und dünstet noch aus. Das riecht.

    Heute sind alle sehr ruhig. Martin bestellt sich sein Quantum Wein. Am Nebentisch findet eine Familienfeier statt. Diese werden zuerst bedient. Vom ersten bis zum letzten Gang. Eine wunderschöne Torte strotzend von Sahne. Martin bekommt leider kein süß Stückle davon! Dabei sieht die wunderschöne Torte so kraftspendend aus.

    Dann sind wir endlich dran. Die Spaghetti sind vorzüglich. DIDI bekommt die größte Portion. Und schafft sie deshalb nicht. Bani hilft ihm. Der gemischte Salat besteht aus grünem Salat, Tomaten, gebratenen Kartoffeln mit Rosmarinzweigchen dazu zwei Zwetschgen. Wir sind in Italien. Ein Land für Genießer. Ich gehe heute Abend bald ins Bett. Ich begebe mich in den ersten Stock dieses roten, wackeligen und instabilen Stockbettes. Die anderen gehen nicht viel später in ihre wackeligen Betten. Auch sie wirkten den ganzen Abend schon so ruhig und müde. Was ist nur mit der XTR Gruppe los?

    ZWEITER TAG

    Kurz vor 07:30 Uhr sitzen wir beim Frühstück. Es gibt Kaffee, Milch und Tee. Dazu in Folie verschweißte süße Stückle. Schön trocken fast staubig. Martin grinst deshalb über das ganze Gesicht. Werner krümmt sich beim Anblick. Wie kann man nur so etwas essen? Trockene italienische Semmeln und Butter sowie Marmelade. Wir sind in Italien! Da ist der Frühstückstisch eben auch anders gedeckt.

    SCUSA heißt Entschuldigung. So alleine da stehend. Und SCUSI mit irgend etwas nachfolgend heißt entschuldigen Sie bitte. Ja so lernt man noch etwas italienisch auf dieser Tour. Und der Hund Rocky wedelt mit dem Schwanz. Manchmal versucht er auch ein wenig seine Gäste zu zwicken. Wir ziehen uns warm an, zahlen dann vorn an der Theke unsere Rechnung und verabschieden uns. Manfred kam extra als Fotograf zu uns. Deshalb darf er auch nicht auf das Bild.

    Nun rauschen wir auf feinem Teer hinunter ins Val GIUDICARLE. Das macht Spaß. Bei der Ponte di LISAGN geht’s links auf die Hauptstraße nach STENICO 666m. Viele plattgefahrene Kröten sehen wir auf der Strasse liegen. Dann kommen wir an dem schönen Wasserfall des Rio BIANCO vorbei. Dort ziehen wir unsere wärmenden Abfahrtsklamotten aus. Das gibt bestimmt ein schönes Bild mit dem Hintergrund. Weiter treten wir fast eben über SCLEMO 753m und DORSINO 536m nach SAN LORENZO in BANALE 758m. In DORSINO finden wir keinen Lebensmittelladen. Ein uns überholender einheimischer Rennradler puscht uns mit einem ALEZ Ruf an. Die sind eben vom Radsport begeistert. Die Italiener.

    Manfred weist uns mit A-Klasse schon den Weg zum SUPER MERCATO TRENTINO. Er passt dann auf unsere Räder auf. Im Supermarkt ziehen wir erst mal eine Bedienungsnummer für die Backwaren-, Wurst- und Käsetheke ähnlich wie bei der Zulassungsstelle. Jeder deckt sich nach seinem Geschmack mit etwas gutem ein. Mit Mortadella, Salami bzw. Schinken belegte Semmel. Käse, Kaminwurzen, fette SOITA OND OLIVA. Frisches italienisches Brot dazu. Getränke sind Wasser und Cola in Dosen eiskalt oder in Plastikflaschen warm aber 50% mehr. Phosphorsäure brauchen unsere Muskeln nun zum Brennen.

    Nun wird es ernst. Es gilt jetzt diese 1000m zum RIFUGIO CACCIATORE hoch zu drücken. Noch in der Ortschaft füllen die meisten ihre Trinkflaschen bei einem der schönen Dorfbrunnen. Die Straße ist noch geteert. Doch nach dem RIFUGIO DOLOMITI folgt dieser Höllenweg. Den man nie vergessen wird. Wenn man den schon mal gemeistert hat. Egal wie. Teilweise sind es schön in den Boden betonierte Felsen. Schön anzusehen. Aber es sind richtige Federgabelteststrecken. Furchtbar zu fahren!

    Dann folgen wieder steile lose Schotterwege mit breiten schrägen Wasserlaufrinnen. Sehr gut geeignet zum Ausruhen. Das Rad entlasten. Und immer wieder diese beiden parallelen Betonspuren. Irgendwann ist es für alle so steil das es das Vorderrad hochhebt. Die Grenzen der Physik sind nun erreicht! Mir tun sogar die Taxis mit den Land Rover DEFENDER leid. Ich verweise die LX Gruppe auf die zierlichen Alpenveilchen die da blühend am Wegesrand zu bewundern sind. Die XTR Gruppe bewundert dafür Tretlager. Kurz vor dem Glühen!

    Gemeinsam definieren wir über Zeit und Höhe einen Ort an dem wir unsere auf alle Fälle verdiente Brotzeit einnehmen werden. Dort angekommen wollen wir eine gute Stunde rasten. Unsere Bekleidung ist vollkommen verschwitzt. Wir sitzen im Gras und vertilgen unsere mitgebrachten Kraftspender. Erst dehnt Martin seine Beine. Damit sich seine Muskeln nicht verkürzen. Dann entspannt er den ganzen Körper bäuchlings im Gras liegend. Nur zwei Wanderer passieren uns. Stille. Kein einziger Biker kommt hier rauf. Warum nur? Kein Genuss? Zwei Eisentabletten mit Kirschgeschmack noch in die Wasserflasche. Für den Sauerstofftransport. Damit das Feuer in den Muskeln nicht ausgeht. Beim Aufbruch ertönt Juttas Ruf. DIDI dein Beutel. Der blaue! Er liegt noch im Gras.

    Die Felsen ragen mitten in den Weg hinein. Links daneben rauscht das Wasser im Felsenbett hinunter. Bei mir auf der Stirn. Der Schweiß. In Strömen! Ich halte an und fülle mir bei einer wegsamen Stelle alles was ich mitnehmen kann. Dort warte ich auf Jutta mit Martin und DIDI. Gemeinsam kämpfen wir uns danach hoch. Schiebend. Zu wenig Wadenschmalz. Bei einer Brücke etwas oberhalb warten Bani und Werner ausgepowert auf einer Bank sitzend. Und ein Pärchen. Barfuß am Bach. Diesen speziellen Energiedrink brauchen unsere Muskeln. Jetzt und später!

    Dann kommt eine Bank rechts. In der Nähe ein Wegweiser mit einem Briefkasten. Armer Briefträger. Wir letzten vier genießen den Ausblick hier. Und erholen uns dabei. Wir laufen wieder los. Ein grüner Fiat Jeep hält an. Fragend. Wir wollen nur bis zum RIFUGIO CACCIATORE. Das reicht für heute. Ehrlich. Vielleicht hätte er uns mitgenommen. Nachdem er die bis unter das Dach vollgeladenen Waren in die Materialseilbahn umgeladen hätte.

    Bald darauf sehen wir oben liegend erst eine kleine Kapelle und links daneben liegend das RIFUGIO CACCIATORE. Unsere Räder ruhen sich etwas oberhalb im großen Zelt vom Roten Kreuz aus. Die Wirtin gibt uns ein Lager für acht Personen. Stabile Doppelbetten. Es gibt für zwei Euro sogar eine Dusche hier oben. Die nehmen wir alle! Aufgrund der Anzahl muss die Reihenfolge geregelt werden. Gut wenn man nicht der erste ist. Jutta und Martin schreien wegen dem kalten Wasser. Habe ich mir gleich gedacht. Eine Dusche. Die soll warm sein? Hier oben! Schmarren. Also rein. Einweichen. Eiskalt. Einseifen. Abspülen. Nur noch kalt. Da ist man hellwach hinterher. Bani kann auf einmal italienisch. DOCCIA FREDDO sagt er ängstlich der Wirtin. Die erschrickt und schaltet sofort den Boiler ein. Der Rest duscht warm bzw. sogar heiß. So wird man zum so genannten WARMDUSCHER. Dafür zahlen wir drei harten nichts für die Gratisdusche. Heute ist Wasch- und Trockentag angesagt. Alles auf die Leine bzw. den Holzzaun um die Hütte herum.

    Draußen ist es zu frisch. Die BRENTA Nebel umgeben schon die Berggipfel. Wir verzichten deshalb auf den Aufstieg zur Rifugio AGOSTINI 2410m. Lieber an den Tisch der warmen Gaststube mit dem offenen Kamin. Spezialgetränke bestellen. Erst eins, dann zwei, … . Der Rotwein schmeckt nicht mehr so gut seit unserem Anreisetag.

    Die meisten von uns nehmen Halbpension für 33 Euro. Das sind Spaghetti mit Fleischsauce bzw. Tomatensauce. Dann Gulasch mit SPÄTZELI beziehungsweise Stockfisch mit POLENTA. Dazu gedünstete Bohnen in einer Schüssel für alle. DIDI kann keine Spaghetti mehr sehen. Er will ein schönes Fleischgericht. Danach ein CORETTO oder nur CAFFÈ. Martin gönnt uns eine Runde GRAPPA. Dankeschön. Dafür!

    Wir gehen wieder vor zum offenen Kamin. Um 20:45 Uhr kommen zwei Italiener in die Hütte. Sie sind in 2:45 Stunden mit Pausen herauf geeilt. Sie nehmen nur noch jeweils eine Pasta, Aqua Minerale und Tee. Jutta schläft schon beinahe am Tisch ein. So müde ist sie. Ich gehe lieber gleich hoch ins Lager. Dann gehen die beiden Italiener nach dem Zahlen ins Lager neben uns. Es dauert nicht lange. Das Licht wird abgedreht. Für alle. Rauf ins Lager.

    DRITTER TAG

    Um 5:30 Uhr brechen die beiden Italiener auf zum RIFUGIO AGOSTINI. Ihre ruhenden Räder stehen noch im Zelt. Ihr Tacho zeigt 1:14h Fahrtzeit ohne Pausen an. Bani steht 20 Minuten nach sechs Uhr auf um ins Bad zu gehen. So nach und nach stehen alle der Reihe nach auf. Jutta benötigt fast die ganze Nacht um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Sie schläft deshalb nicht gut. Nimmt daher viele Geräusche war. Um sieben Uhr sitzen wir am gedeckten Tisch. Das einfache Frühstück italienischer Art wird uns nicht so viel Kraft geben.

    Wir zahlen unser Quartier. Noch einige Fotos vom schönen Panorama hier oben. Dann machen wir uns wieder startklar. Hinab für den Bremsentest. Auf diesem elenden Höllenweg. Denn ich nie vergessen werde. Nach einer Spitzkehre bleibe ich in einer Mulde mit dem Vorderrad stehen. Das ist ein brutales Gefälle. Ich überschlage mich im Zeitlupentempo. Martin beobachtet es von hinten. Meine Klamotten sind ein wenig staubig nach dem Sturz. Ich klopfe mich ab. Das rechte Knie schmerzt ein wenig. Eine Trinkflasche ist rausgefallen. Ansonsten ist alles in Ordnung. Auch dem Rad hat es nichts gemacht. Aufpassen heißt es in Folge!

    Auf diesem Höllenweg kann man keine einzige Sekunde die Bremse aufmachen. Die volle Konzentration benötigen wir für jedes Steinchen, jede Unregelmäßigkeit. Besonders gefährlich sind diese breiten Regenrinnen bergab. Einige Wanderer kommen uns schon früh entgegen. Des öfteren muss man eine Pause einlegen. Wegen der Hände und Finger. Selbst mit Hydraulikbremsen verkrampfen diese allmählich.

    Kurz vor dem RIFUGIO DOLOMITI kommen mir die Methusalems der Geländewägen entgegen. Die Land Rover DEFENDER! Die Touristen Taxis. Ich deute Ihnen an dass noch vier Biker nach mir folgen. Der Fahrer nickt. Bani sagt ihnen das die nachfolgenden Biker bald kommen. Es gibt nicht viel Ausweichmöglichkeiten auf diesem Höllenweg. Gott sei Dank sind wir alle gesund hier unten angekommen. Nun wissen wir warum nicht viel Biker diesen Höllenweg aufsuchen. Spaß ist oder war das keiner!

    Nun geht es auf feinem Teer weiter hinab. Durch SAN LORENZO in BANALE 758m. Vorbei an dem Brunnen. Vorbei am SUPER MERCATO. Dort nach links oben. Leicht ansteigend. Durch vier Felsentunnels. Rechts von der Strasse fallen die Felsen steil ab. Da kann nicht jeder runtersehen. Wir fahren durch NEMBIA 850m bis an den MOLVENOSEE 845m. Das war falsch. Wir sind etwas zu weit gefahren. Also wieder zurück bis zur Bushaltestelle. Dort nun rechts rein. Erst Teer, dann Schotter. Dann geht ein Weg runter. Ein anderer steigt leicht an. Wir müssen aber am See entlang. Ich fahre den oberen etwas voraus. Der Weg ist richtig. Mein rufen wird nicht gehört. Also fahre ich zurück. Den Rest holen.

    Im leichten auf und ab geht es links am MOLVENOSEE entlang. Dann müssen wir noch mal steil leicht bergab. Bald kommen wir in MOLVENO 868m an. Es ist erst 09:45 Uhr am Morgen. Mein Vorschlag auf einen Cappuccino wird angenommen. Die Großväter füttern die bereitstehenden Automaten mit Euros damit ihre Enkel einmal Kutsche bzw. Ferrari fahren dürfen. Wir cremen uns vorbeugend mit Sonnenschutz ein. Dann zahlen wir innen. Außen hat sich eine Radlergruppe aus dem Berchtesgadener Land hingesetzt. Wir berichten von unserer Umrundung. Sie scheinen von uns begeistert zu sein.

    Saftig ansteigend geht’s in MOLVENO 868m los. Später wird’s sanfter. Nach ANDALO 1041m. Martin fehlt plötzlich. Will er das nicht vorhandene Passschild ablichten? Nein. Er hat nur seinen Helm aufgesetzt. Wegen der nun folgenden Abfahrt. Auf Teer. Erst nach CAVEDAGO 864m dann nach SPORMAGGIORE 571m. Dort im Zentrum sollen wir links nach MAURINA abbiegen. Ich frage einige bei einer Bar herumstehende Leute nach dem Weg. Wir müssen bei der Eisdiele links gegenüber vorbei. Dann runter fahren. Diese Strasse ist zwar wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir kommen da aber mit den Rädern durch. Also fahren wir flott runter.

    Durch ungezählte, vollbehängte Apfelbäume links und rechts. Ein Apfel schaut schöner wie der andere aus. Woran liegt das nur? Immer wieder leicht auf und ab. Führt diese herrliche Strasse. So langsam geht es auf die Mittagszeit zu. In SPORMINORE 516m fahren wir an der Kirche vorbei. Es findet gerade eine Hochzeit statt. Wir sollten bald Essen gehen. Hier. Wir finden das ALBERGO NARDELLI auf der rechten Seite. Wir dürfen die Räder in die Garage stellen. Statt auf der sehr sonnigen Terrasse weist man uns den Weg durch die Wirtschaft in den schattigen Garten.

    Jeder bestellt eine Flasche Wasser. Zusammen trinken wir eine Flasche Rotwein. Wir bestellen jeder eine Portion Spaghetti mit Fleischsauce bzw. Tomatensauce. Zwei große Schüsseln Salat darf Werner anmachen. Leider nicht mit so teurem BALSAMICO Essig wie er zu Hause ihn stehen hat. Aber er macht das richtig schmackhaft. Man kann nichts falsch machen. Sagt er.

    Die Hochzeitgesellschaft macht sich auf den Weg zur Feier. Mit verschiedensten Huptönen begleiten sie das frisch vermählte Paar. Die Mama der Wirtin bringt uns nach dem Essen ein paar Scheiben Käse und Zwetschgen in Eiswasser. Wir sind in Italien. Ein Genuss! Hier versteht man zu Leben. Wir auch. Hier. Habe ich da eben richtig gesehen? Bani wirkt erschöpft. Seine Augenlider gehen zu! Also noch einen CORETTO bestellen.

    Mein Stuhl gibt nach. Ganz weiche Füße hat der bekommen. Unter mir. Nicht viel später. Da bricht er auseinander. Ich falle zu Boden. Auf mein rechtes Knie. Das nun wieder schmerzt. Und meine ARNIKA GLOBOLI liegen zu Hause. Mist. Ich gehe rein zur Wirtin. Beichte meinen Schaden. Bestelle die Rechnung. Diesmal wird es wird einfach. 10 Euro je Genießer. Am Tisch. Wenn es nur immer so wäre. Meine Sonnencreme brennt nicht in den Augen. Also creme ich nach!

    Nun geht’s wieder aufwärts nach LOVER 567m los. Dann nach CAMPODENNO 534m runter. Rauf nach TERMON 595m. Runter nach CUNEVO 572m. Hier fahren wir zu weit. Sind schon auf der Straße nach TUENNO. Wir sind dem falschen Wegweiser Lago di TOVEL nachgefahren. Also wieder zurück. Im Dorf frage ich noch mal nach. Den Weg zur MALGA di ARZA 1507m. Erst am Ende des Dorfes steht ein Wegweiser. Nun sind wir richtig. DIDI wünscht ein Bild von der 1000m Hürde. Die wir alsbald überwinden müssen. Gesagt getan. Martin schockt uns auf einmal. Erst elf Bilder zeigt die Kamera an. Da stimmt was nicht.

    Kurz darauf muss Martin in die Büsche. Die Zwetschgen. Und das Wasser. Putzen durch. Schon. Weiter oben warten die anderen. Nun wissen die auch Bescheid. Die XTR Gruppe Kann seine Kräfte nun voll für die Erreichung der MALGA di ARZA verwenden. Solange die Muskelfasern nicht durchbrennen.

    Lange Zeit kämpfe ich mich gemeinsam mit DIDI hoch. Schweißperlen stehen uns auf der Stirn. Wenn sie groß genug sind. Rinnen sie in Strömen von uns hinab. Gnadenlos geht es hier rauf. Gegen 15:00 Uhr wird der Autoverkehr stärker. Wir beide vereinbaren bei 1250m eine längere Pause. Denn bis jetzt haben wir nur ganz kleine Trinkpausen eingelegt. Ich sehne diese Zeigerausschlag an meinem Höhenmesser geradezu herbei. Immer wieder schaue ich auf das Zifferblatt. Dann steht er dort. Der Zeiger. Bei 1250m. Basta!

    Wir haben noch 250m zu machen. Eine Flasche ist noch gefüllt. Wir setzen uns mitten auf die Strasse. Wir haben gute Einsicht nach unten. Wann erscheint wohl Martin? 15 Minuten wollen wir rasten. Unseren Muskeln eine kleine Erholung gönnen. Zur Regeneration. Ab und zu müssen wir aufstehen. Wegen der Autos. Auch wir versuchen es mit dem Dehnen der Beinmuskulatur. Gut das keiner zusieht. Dann erscheint doch noch Martin.

    Keine zehn Minuten haben wir beide auf ihn hier gewartet. Wir lassen ihn noch eine kurze Weile neben uns auf die Strasse setzen. Dann nehmen wir die letzte Stunde in Angriff. Es wird hart. Auf einmal setzt sich DIDI ab. Lässt uns beide alleine. Ganz alleine. Aber wir schaffen es auch. Erst durch einen elektrischen Zaun. Durch die dumm da stehenden Kühe. Um 17:30 Uhr sind wir da. Die MALGA ist unbewirtschaftet. Wie bisher alle. Schade eigentlich. Für das entgangene Geschäft.

    Irgendwie haben die gemischte LX-XTR Gruppe es doch geschafft. Eine zwei Liter Flasche Wein steht auf dem Tisch. Sie sitzen da leicht angesäuselt an den großen Tischen mit Bänken. Wir waschen uns erst mal an dem nicht weit gelegenen, großen und sauberen Brunnen. Füllen unsere Flaschen dabei. Trinken eine davon am Tisch wieder leer. Jutta erhält eine SMS. Antwortet. Martin vertilgt fünf Riegel dabei. Gibt mir auch einen davon. Körner. Für die letzte Stunde. Hinauf zur MALGA TERMONCELLO 1856m. Der Hirtenhund an der Kette tut wahnsinnig wenn Wanderer vorbei gehen. Martin füllt meine Flasche mit. Dann noch ein Bildchen. Fürs Album. Hier wechselt Martin den Film. Die Sennerin sagt etwa eine Stunde werden wir benötigen.

    Erst fahren wir. Dann schieben aber bald alle. Noch ein Blick in die Karte. Das ist wichtig. Zur Orientierung. Wir müssen rechts hoch. Nicht mehr dem Weg 370 folgen. Leider. Nun wird es noch härter! Im Wald höre ich hinter mir schon das Donnern. Hoffentlich schaffen wir noch den höchsten Punkt vor dem annahenden Gewitter. Noch besser ein wenig hinab. Ich ziehe mein Tempo an. Hinauf, hinauf! In unserer Richtung scheint das Wetter besser zu sein. Alle paar Meter durchschnaufen. Ein kleiner Schluck aus der Flasche. Immer wieder. Gleich haben wir es geschafft. Dort oben steht sie. Die MALGA TERMONCELLO 1856m. Unbewirtschaftet. Wie alle. Bis jetzt.

    Das Wetter naht heran. Nebelschwaden. Regentropfen. Es wird bedrohlich dunkel. Wir ziehen unsere GORETEX Bekleidung an. Wenn wir fahren regnet es nicht sagt Bani immer vor dem Start. Dieser leider verharmlosende Satz hat nun ein Ende gefunden. Wir beratschlagen was zu tun ist. Ich sage wenn es dumm läuft müssen wir runterrollen. Diesen blöden Anstieg rauf. Den müssen wir zwar auch gehen. Aber wir kennen ihn. Der folgende Weg soll aber ein steiler Pfad sein. Der Regen wird gerade sehr heftig. Sollen wir etwas verweilen? Unterstehen. DIDI meint die Sicht ist sehr schlecht geworden. Sie wird nicht besser. Wir gehen los. Suchen den Pfad. Erst falsch. Dann wieder zurück. Ich finde ihn. Den Pfad 339. Hinunter zum TOVEL See. Gott sei Dank hört es auf zu regnen. Das wird hier kein Spaß in Folge! Ich rufe alle zur Vorsicht auf.

    Werner eilt voraus. Egoistisch. Bani folgt alsbald nach. Immer dieses Konkurrenzdenken. Zwischen den beiden. Ferne Rufe der beiden weisen uns auf eine Gefahrenstelle hin. Nur Hilfe erfahren wir keine. Von der vorauseilenden XTR Gruppe. Dabei sollte man gerade in Gefahrenzeiten schön beieinander bleiben. Wollen die beiden Tourenfreunde das noch lernen? Dabei sagte Bani noch vorher auf der MALGA TERMONCELLO. Wir bleiben doch immer schön zusammen! Leere Worte.

    Ich bin sehr froh als wir alle auf den Schotterweg stoßen. Gott sei Dank! Wer weiß wie das ausgehen hätte können? Auch die folgende Abfahrt ist nicht ganz ungefährlich. Steil. Nass. Die nahende Dunkelheit. Ich lasse es trotzdem laufen. Als ich unterhalb von mir den TOVEL See sehe stoppe ich. Warte auf die anderen. Die halten kurz. Wollen dann aber weiter. Haben anscheinend auch die Schnauze voll. Martin kommt. Seine Regenhose ist zerrissen. Was ist passiert? Ein Sturz! Wie fühlst Du dich? Es geht. Gott sei Dank! Wir fahren runter bis zur Teerstrasse. Dort links hinauf. Das letzte Mal. Für heute. Es wird noch dunkler im dichten Wald. Ich fahre vor.

    Oben am Parkplatz sollen es noch 900m bis zum RIFUGIO Lago ROSSO sein. Ganz eben auf Schotterweg. Zwischendrin fehlen Wegweiser. Der Weg will nicht enden. Nicht rechts hinauf. Immer gerade. Eben. Dann erscheint das hellbeleuchtete RIFUGIO vor mir. Was bin ich froh! Die A-Klasse steht auch schon da. Auf dem Parkplatz. Dank SMS. Manfred hatte Probleme uns zu erreichen! Hier selbst ist kein Netz vorhanden!

    Ich melde unser Mission an. Die Räder kommen diesmal in die Werkstatt. Dann geht’s hinein ins Rifugio. Die engen Treppen hinauf. Der Hüttenwirt vergibt an einem Stehpult die Zimmer. Ich höre ein erleichtertes GRUPPO ARRIVO im Hintergrund. Weiter die engen Treppen hinauf. Bis ins oberste Stockwerk. Der Hüttenwirt gibt mir zu verstehen das wir spätestens um 21:00 Uhr am Tisch sitzen sollen. Ich teile ihm mit das wir noch kurz duschen wollen. Er klopft mir auf die Schulter und nickt. Das geht in Ordnung. Im Minutentakt duschen wir alle auf zwei Etagen in den Duschen dort. Es funktioniert reibungslos. Zwischendurch werden die nassen Klamotten in den kleinen Zimmern nur zum Lüften aufgehängt. Es ist zu kühl zum Trocknen.

    Um 20:30 Uhr sitzen wir alle zwei Stockwerke tiefer am großen Tisch. Seitlich von uns ein noch längerer Tisch. Der Hüttenwirt, mit Verwandten und Freunden. Wir sind gemischt in den Wünschen. Eine Hälfte wünscht Halbpension die andere wählt aus der Karte. Dazu Spezialgetränke. Genügend. Der Wein schmeckt immer noch nicht richtig. Meine Pasta zur Vorspeise schmeckt gut. Das Fleisch beziehungsweise der Fisch ist typisch italienisch zubereitet. Wenig Soße. Dazu Salat. Zum Abschluss noch der obligatorische CORETTO.

    Ich erkundige mich beim Hüttenwirt nach dem Wetter morgen. Draußen schüttet es währenddessen aus Kübeln. Es soll aber morgen gut werden. Er fragt mich ob ich solche Mountainbike Touren organisiere und zeigt mir einen Ordner voll Firmenfaxe. Nein sage ich. Wir sind eine Gruppe von Freunden. So nach und nach holen wir alle unsere Schuhe herunter. Stopfen alte Zeitungen rein. Stellen die Schuhe auf den warmen Kachelofen. Noch ein Liter Wein auf den Tisch. Um 22:30 wird uns das Licht abgedreht.

    VIERTER TAG

    Ich schlafe einiger maßen gut in dem weichen Bett. Immer wieder höre ich draußen starken Regen. In den Morgenstunden abtropfende Blätter. DIDI hat keinen so guten Schlaf. Kommt das eventuell auch durch die Anstrengungen? An seine Grenzen gehen! Kurz vor 07:30 Uhr bereiten wir uns vor. Waschen. Die noch nicht getrockneten Kleider zusammenrollen. In Plastikbeutel rein. Danach in den Rucksack stopfen.

    Alles Gepäck nach unten schaffen. In den Frühstücksraum. Die Schuhe sind einigermaßen trocken geworden. Prima. Der Hüttenwirt reicht uns das Frühstück. Das Italienische. Die Kaffeekanne enthält noch Kaffeepulver. Knirsch. Martin holt sich noch ein Nutella aus dem Korb. Draußen auf der Terrasse verteilen die Verwandten Gläser mit getrockneten Pilzen. Darauf sind sie ganz scharf. Die Italiener. Auf Pilze!

    Im Büro vom Hüttenwirt zahlen wir. Jeder wird heute morgen seine 50 Euro noch los. Draußen ziehen wir uns wieder warm an. Für die Abfahrt. Jeder bekommt von mir noch einen haselnussgroßen Batzen Kettenfließfett auf seine hinteren Ritzel. Das verteilt sich dann. Werner schreit nein! Das Wasser reicht ihm zur Schmierung seines Ritzelpaketes vollkommen aus. Dabei reicht mir der Hüttenwirt eine Karte. Vom TRENTINO.

    Nun radeln wir den einen Kilometer eben auf Schotter den vereinzelten Pfützen ausweichend zurück. Kurz vor der Abfahrt setzte auch ich meinen Helm auf. Dann genieße ich diese herrliche Abfahrt. Durch die Wälder. Rechts und links türmt sich dieses faltige Gestein auf. Wie schön. Für mich. Ich weiß nicht ob das überhaupt jemand erkennt. Ganz wenige Autos sind so früh am Morgen unterwegs. Da taucht auf einmal die A-Klasse vor mir auf. Hat ein beschützendes Auge auf Jutta geworfen. 

    Doch der Diesel stinkt. Und wie! Ich überhole. Nun genieße ich wieder dieses schöne Abwärtsrollen. Schnell erreiche ich die anderen. Überhole auch sie. Dann haben wir unseren ersten Tiefpunkt erreicht. Leicht geht es wieder bergan. Ich an der Spitze. Da überholt mich auch schon die A-Klasse. Winkend zum Abschied. Eine gute Heimfahrt!

    Nach TUENNO 645m hinein fällt die Straße wieder ab. Deshalb verpassen wir unseren Linksabzweig. Wir fahren fälschlicherweise den braunen Wegweisern Lago di TOVEL nach. Am Ortsausgang kehren wir um. Wir müssen nun aber rechts hinauf. Zwei Einheimische beladen gerade ein Auto. Ich erkundige mich nach dem Weg. Also. Die nächste Strasse rechts. Dann nach 300m wieder links. Dann beim ersten Haus rechts steht der Wegweiser zum RIFUGIO PELLER.

    Durch wunderschöne Apfelplantagen geht’s hinauf. Ein Apfel schöner wie der andere. Allerhand Sorten. Die Strasse wird in der Ortschaft nicht gerade ritzelschonende 18% steil. Hinauf nehmen wir saftige Äpfel die am Abend überreif vom Baum zu Boden fielen dankbar als Wegzehrung mit. Oben am Parkplatz wartet unsere XTR Gruppe. Auch ihre Ritzel müssen auskühlen und dafür Luft holen. Danach geht’s etwas sanfter weiter. Jedoch schotteriger Kiesweg. Aber dann kommt der Hammer. Eine betonierte Strecke. Mit diagonalen Querrinnen für das Regenwasser zur Mitte hin. Gut das ich keinen Neigungsmesser habe. Man tut sich beim Schieben schon schwer. Den wenigen Autos die uns überholen hört man den gequälten kleinsten Gang schon an. Wenn wir zum Abschluss noch ein wenig Genuss haben wollen. Sollte man unten herum radeln. Sage ich zu DIDI.

    An einer Rechtskurve weiter oben. Bei 1000m Höhe. Stehen unsere Besten. Eine Stunde sind wir bis jetzt unterwegs. Nur noch gute zwei Stunden wären es ab jetzt. Und was höre ich da? Bani fragt so in die Runde ob es nicht besser wäre umzukehren! Man muss sich das mal vorstellen. Echt war. Wir sind nun den vierten Tag hintereinander unterwegs. Es verging kein Tag an dem keiner nicht einmal ein Teilstück nicht geschoben hat. Martin sagt nur von mir aus und verschwindet zum Telefonieren. DIDI sagt das ich ihm das vor wenigen Minuten auch erst vorgeschlagen habe.

    Bei der Rast genießen wir unsere Äpfel. Der eine ist saftig sauer. Der andere ist schön süß. Dank der Sortenvielfalt. Dann machen wir uns abfahrtsbereit. Auch hier merkt man die Steilheit. Ohne gute Bremsen wäre das ganze tödlich!

    Beim Parkplatz oberhalb von TUENNO nehmen wir den schönen ebenen Weg Richtung CLES 658m. Wieder durch herrliche Apfelplantagen. Wir treffen einen Hut tragenden Spaziergänger. Ich frage ihn nach dem Weg. Wir verstehen nichts. Er hat eine Kehlkopfoperation hinter sich. Anstandshalber sage ich immer wieder ja und dann am Schluss danke. Aber seine Handbewegungen waren für uns aufschlussreich. Immer dem Hang auf und ab entlang. Dann steil hinunter. Wir werden zwar ab und zu von den Beregnungsanlagen nass gespritzt aber mir gefällt dieser Ausklang. So richtig erholsam.

    Durch CLES 658m müssen wir noch durch die Stadt fahren. Dann sind wir auf unserer Strasse die wir mit dem Auto schon gefahren sind. Nur ein paar Kilometer. Bei der Ponte MOSTIZZOLO geht’s links vom Fluss TNOCE einen Feldweg entlang. Wir befinden uns nun auf dem Radweg Sole. Zuerst geht es über eine aufgerissene und vor Pfützen strotzende Schotterstrecke. Meine neuen Klamotten werden voller Dreck gespritzt. Werner meint wenn das so weitergeht lassen sie uns in der nächsten Wirtschaft nicht mehr rein. Wir schauen jetzt schon nach OUTDOOR aus und der Weg wird besser.

    Wir haben auf einmal Zeit. Zum Genießen! Denn wir halten an. Schauen mehreren Schlauchbooten zu. Die sich da durch Wasserstrudel und Wasserstürze einen passablen Weg suchen. Weiter geht’s. Nun müssen wir eine Abfahrt zum Mittagessen nach MALE 738m suchen. Also meine Karte noch mal raus. Aha, bei der übernächsten Brücke geht’s in die Ortschaft. Die Italiener haben zwar kleinere Schwierigkeiten mit den Steigungsstrecken. Denn ihre Schilder steigen mehr als sie fallen mit 10%. Bald sind wir da. Wir entscheiden uns in die Ortschaft reinzufahren. Dort erwarten wir mehr Auswahl. Doch müssen wir hierzu die Schnellstraße mittels des Tunnels unterqueren. Dann hinauf nach MALE.

    Jutta fragt eine Frau. Nach einer Pizzeria. Also nach 100m rechts dann gerade dann wieder rechts. Kein Problem. Sollte man meinen. Ich fahre etwas weiter. Drehe mich um. Sehe den Wegweiser. Zur Pizzeria. Kein Problem also. Sollte man meinen. Nun sind wir eine MIXED XTR-LX Gruppe! Getrennt. Ich gehe in die Pizzeria. Der Kellner zeigt mir einen schönen Schopf für die Räder. Stellt im Garten schon zwei Tische zusammen mit sechs Stühlen. Ja und dann? Fehlt die andere Gruppe! Bani und DIDI müssen die versprengten suchen. Sie finden sie. Gott sei Dank!

    Wir sitzen entspannt am Tisch. Wir haben es geschafft. Unsere Tour ist ja nun beendet. Lasst uns das Leben genießen. Wir sind ja schließlich in Italien. Jeder bestellt eine Pizza. Spezialgetränke werden am meisten bestellt. Und Cola. Nachtisch ist sogar gefragt. Doch das ist ein schwieriges Thema. Ich bestelle die CARTOLINA. Eine Postkarte ist das! Lerne das es CARTA MENÜ heißt. Finde aber nichts darin. Die Bedienung nimmt mich hinein. Zur Kühltheke. Ich finde auch da nichts. Geht auch ohne. Da bekommt Jutta einen verlockend aussehenden Nachtisch. Den will ich auch! Ich zeige der Bedienung meinen Wunsch. Und er schmeckt vorzüglich. Das ist Italien. Das Land der Genießer!

    Die Spezialgetränke meiner Mitradler sind noch nicht leer. Für einen Augenblick versinke ich in den Schlaf. Vor der Rückfahrt. Also noch einen CAFÉ MACCIATO bestellen. Dann zahlen wir. Lustig machen wir uns auf den Weg. Man spürt förmlich wie die Anspannung der letzten Tage von allen gewichen ist. Hier. Locker radeln wir die letzten Kilometer bis DIMARO. An einem Brunnen wasche ich den Schmutz und Schweiß vom heutigen Tag von mir. Will mich fit machen dadurch. Für die Heimfahrt.

    Durch schmale Gassen fahren wir. Dann stehen wir vor unserem Hotel ROSATTI. Die Chefin steht auf der Straße. Sie lacht uns grüßend an. Da sind wir wieder. Martin und ich holen unsere Autos aus der Tiefgarage. Ziehen uns um. Noch ein Eis. Laden die Räder aufs Dach. Verabschieden uns von der Chefin. Heim geht’s nun. Bei der Rückfahrt fallen uns viele Wegweiser ins Auge. Da sind wir doch auch durchgekommen. Wir sind beeindruckt von unserer Leistung.

    Dann geht’s auf die Autobahn. Wir ziehen unser obligatorisches Mautbillet. Zügig mit 110 Km/h geht’s gen Norden. In STERZING Maut bezahlen. Dann auf den Brenner. Dor geht es auch gut. Vor der Europabrücke die zweite Maut abdrücken. Dann die Autobahn bis zur Abfahrt Fernpass fahren. Noch mal etwas kurven.

    Dann in NASSEREITH rausfahren. Die gleiche Prozedur wie bei der Herfahrt. Etwas Essen dazu. Über den Fernpass Nachhause. Überschwemmte Wiesen im Allgäu zeigen uns nicht ganz so gutes Wetter in den letzten Tagen hier an. Bald sind wir Zuhause. Zuerst steigt Werner aus. Dann DIDI. Das war es. Die Tour 2002.

    Ich möchte mich noch bei Martin bedanken. Für die Mitnahme des Fotoapparates und der damit geschossenen Bilder. Für die festgehaltenen Daten dieser Tour. Der Tourenvorschlag stammt aus dem Internet. Stark angeregt von Thomas. Seine Firma hatte ihn auf eine Weiterbildung geschickt. Noch dazu hatte der arme Thomas auch noch einen Wasserschaden Zuhause zu regeln. Das war zu viel! Deshalb fuhr er nicht mit. Ob er die Tour geschafft hätte? Wir wissen es nicht! Er wird sie mit seinem Bruder Markus fahren müssen. Damit wir es erfahren.

    Diese Tour hat wirklich so stattgefunden. Mit viel Glück haben wir es gemeistert. Sowohl bei der Quartiersuche besonders aber beim Wetter. Große Worte helfen hier nicht viel! Doch ich möchte wieder mal zur Vorsicht aufrufen! Jedes Teammitglied sollte sich mit so einer Tour auseinandersetzen. Auf der Landkarte und mit Literatur. Nicht nur dem Leitwolf nachfahren. Die passiven belächeln die aktiven in Ihrer Arbeit solange alles gut geht. Wenn es ernst wird kommt es auf jede einzelne Fähigkeit aller Teammitglieder an.

    Ich war nicht lange Zuhause. Da habe ich einen Tourenvorschlag gefunden. Etwas werde ich ihn noch überarbeiten. Doch dann trainieren wir wieder. Für die nächste Tour. Ach ja, wir werden wieder in Italien sein. Das Land der Genussvollen! In den schönen Dolomiten. Um die drei Zinnen soll es uns dann führen. Noch weniger Teer. Noch mehr Pfade. Das schieben sind wir heuer gewohnt. Wie sieht es mit dem Tragen aus?

    Euer Wilfried

    Tue deinem Körper etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen.

    Dieser Tourenbericht besteht aus meinen Eindrücken und Erlebnisse während der Tage so wie ich sie empfunden habe. Es kann sein dass ein anderer manches stärker, schwächer oder gar nicht empfindet. Meine Gedanken sind aber hierdurch unvergessen festgehalten.

    SCHLUSS

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